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Star Trek 10: Nemesis
Die letzte Reise einer Generation beginnt
Donnerstag, 19.12.2002|DReffects|Quelle: treknews.de

TrailerSonstiges Material
- Trailer #1 englisch
- Trailer #1 deutsch

- Trailer #2 englisch
- Trailer #2 deutsch

- 5 min. Filmausschnitt
- Trailer Bayern Edit
- Interview mit Stewart

- Bildergallery

-> Komplettübersicht und weiteres Material

 

STAR TREK X: NEMESIS
- die letzte Reise einer Generation beginnt -
 
 
Regie
Stuart Baird
 
Story / Screenplay
John Logan (I) (story) &
Rick Berman (story) &
Brent Spiner (story)
John Logan (I) (screenplay)
 
Besetzung
Patrick Stewart....Captain Jean-Luc Picard
Jonathan Frakes....Commander William T. Riker
Brent Spiner....Lt. Commander Data
LeVar Burton....Lt. Commander Geordi La Forge
Michael Dorn....Lt. Commander Worf
Gates McFadden....Dr. Beverly Crusher
Marina Sirtis....Counselor Deanna Troi
Tom Hardy (I)....Praetor Shinzon
Ron Perlman....Reman Viceroy
Dina Meyer....Commander Donatra
 
Produzenten
Rick Berman....producer
Glenn Richard Côté....senior production associate
Marty Hornstein....executive producer
Peter Lauritson....co-producer
 
Soundrack
Jerry Goldsmith

Der Weltraum - unendliche Weiten. Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise, das viele Lichtjahre von der Erde entfernt unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen. Die Enterprise dringt dabei in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat! Mit diesen Worten startete im Jahr 1987 die Nächste Generation in eine Serie, welche für sieben Jahre andauern sollte. Nun, ganze 15 Jahre später endet diese Reise auf der großen Leinwand mit "Star Trek 10: Nemesis". 'All good things must come to an end' heißt es - ob das Ende der TNG Crew jedoch gut ist erfahrt ihr in unserem Review.

Story (Achtung Spoiler)

Romulus - im Senat ist schlechte Stimmung. Der Vorschlag eines Senators, mit dem bis dato unbekannten Shinzon von Remus eine Allianz zu formen, um eine große Streitmacht zu schaffen, wird vom Prätor, dem Vorstand des Senats, abgelehnt. Entzürnt verlassen der Senator und Senatorin Thalora den Raum. Ein Gerät am Tische der Senatorin öffnet sich und entlässt eine grünliche Essenz in den Raum. Kurz darauf sind alle Senatoren und der Prätor tot...

Endlich haben sie zueinander gefunden: auf der Hochzeit von Deanna Troi und William Riker hält Picard eine Rede. Im Anschluss, gerade auf dem Weg nach Betazed, wo eine Hochzeitsfeier in traditioneller Form ohne Bekleidung stattfinden soll, empfängt die Enterprise plötzlich ein positronisches Signal von einem Planeten nahe der romulanischen Neutralen Zone. Man entschließt sich, dort nachzuforschen, welchen Ursprung das Signal hat, welches nur von einem Androiden wie Data stammen kann. Dort angekommen probiert man sogleich das neue Spielzeug des Captains aus: Argus - ein Geländefahrzeug für wüstenähnliche Umgebungen. Höchst erstaunt findet man auf der Oberfläche verstreut die Bauteile eines Androiden, der ein Duplikat von Data zu sein scheint. Lediglich die kognitiven Fähigkeiten des Androiden, der sich B4 ("Be-four - Before") nennt, lassen stark zu wünschen übrig.

Kurz darauf meldet sich Admiral Janeway bei Captain Picard und beordert ihn nach Romulus, wo ein neuer Prätor namens Shinzon angeblich den Dialog mit der Föderation sucht. Da die Enterprise das nahegelegenste Schiff ist, muss die Hochzeitsfeier etwas warten, und wenig später befindet man sich im Orbit um den Planeten des Erzfeindes. Mittlerweile wurde auch B4 wieder zusammengesetzt - jedoch, so scheint es, besitzt er nicht viel mehr Intelligenz als ein Kind. Auch die Übertragung von Datas Gedächtnisengrammen schlägt fehl.

Langes warten - keine Meldung von der Oberfläche oder einem Schiff der Romulaner. Bis sich ein gewaltiger Raubvogel der Remaner, die Scimitar, enttarnt. Bewaffnet mit 52 Disruptorbänken, 27 Photonenschächten und Doppelter Schildphalanx 'begrüßt' der Stellvertreter Shinzons Captain Picard, indem er Transportkoordinaten sendet. Kurze Zeit später auf dem Schlachtschiff wird Picard mit Shinzon konfrontiert, welcher vorgibt ein Ebenbild Picards zu sein. Er lädt den Captain zu einem Essen auf Romulus ein und übergibt dem Außenteam eine mit seinem Blut befleckte Klinge, die seine Identität als Klon in einem Gentest unter Beweis stellt.

Zurück auf der Enterprise erwacht auf einmal der wieder zusammengesetzte B4 zum Leben und nimmt unerlaubten Zugriff auf ein Computerterminal, während Picard bei Shinzon auf Romulus zu Gast ist und ihm von seiner Kindheit erzählt, die ihm zu dem gemacht hat was er jetzt ist. Er berichtet von seinem Leben auf Remus in den Minen und wie sich sein jetziger Stellvertreter seiner annahm. Ein von der Regierung verworfenes Projekt sei Shinzon - einst erschaffen um Picard auf der Enterprise zu ersetzen. Dann aber verbannt weil diese Pläne zu kühn erschienen. Jetzt möchte Shinzon die Remaner, zu welchen er sich durch seine Kindheit verbunden fühlt, wieder liberalisieren und suche den Frieden, so sagt er.

Als der Captain zurück auf der Enterprise ist, hat Geordi eine sehr interessante aber auch gefährliche Entdeckung gemacht: Thelaronstrahlung war beim ersten Enttarnen der Scimitar zu messen. Eine Strahlung, von der schon eine unglaublich kleine Menge reichen würde, um alles Leben auf der Enterprise zu vernichten...

Kritik (Achtung Spoiler)

Beginnend mit einem der wenigen guten Stücke des "Star Trek X: Nemesis"-Soundtracks von Jerry Goldsmith, bewegt sich die Kamera auf den Planeten Remus zu - ein toller Beginn, der die neue Klasse der Special Effekte präsentiert. Weniger toll dann jedoch direkt im Anschluss die Szene im Senat. Geprägt von lächerlichen Kostümen, wenig sinnigen Dialogen und vorhersehbaren Handlungen entwickelt sich das Gespräch der Senatoren zum Massenmord, welcher von Regiseur Stuard Baird, der schon für Gewaltspektakel wie 'Demolition Man' mit Silvester Stallone verantwortlich war, extrem theatralisch und unglücklich umgesetzt wurde.

Direkt im Anschluss folgt die lange erwartete Hochzeit, eingeleitet durch eine Rede von Captain Picard. Hier zeigt sich ganz besonders, auf welche Weise John Logan als Drehbuchautor versagt hat: die Rede, die Dialoge sind platt wie eine Flunder, Worf ist hier und im gesamten restlichen Film nur eine selbstverhöhnende Karikatur seines doch so gut durch "Deep Space Nine" entwickelten Charakters, und Data gleicht mehr einer Marionette, die die Leute mit seiner Androiden-Art zu unterhalten versucht. Gerade hier fällt es besonders auf: Der komplette Film ist eine einzige Fokussierung auf die Charaktere Picard, und hin und wieder auch Data. Selbst bei einer Hochzeit zweier Hauptcharaktere wird ausschließlich Picard in Nahaufnahmen gezeigt  - das Brautpaar darf sich in etwa vier Sekunden Screentime küssen.

Gaben die Trailer und Ausschnitte noch Hoffnung auf eine tiefsinnige Storyline die sich mit dem seelischen Konflikt des Klonens beschäftigen würde, so enttäuscht auch die nächste Szene: wie durch einen Zufall entdeckt man ein am anderen Ende der Galaxis gelegenes positronisches Signal. Nicht dass ich daran zweifeln würde, dass die Enterprise ständig mit den Langstreckensensoren nach solchen Signalen scannen würde, nicht dass man früher positronische Signale von Lore niemals entdeckte, nicht dass es sofort abzusehen wäre, dass jenes Signal eine Falle ist. Bald ist man aber auch schon angekommen und beschließt mit einem mit Automatik-Kanonen bewaffneten futuristischem High-Speed Fahrzeug den Planeten zu besuchen, bevölkert von einer Prä-Warp Zivilisation im frühen industriellen Stadium. Na klingelts? Nicht? Ok - noch einmal langsam: Prä-Warp, frühes industrielles Stadium, keinen Plan von Weltraum... Na? Ja genau - die erste Direktive ist wohl abgeschafft. Wie sollte man denn sonst auch zu einer Mad-Max ähnlichen Actionsequenz aufbrechen, die etwa so viel Tiefgang wie eine Luftmatratze auf Wasser hat. Da wird mal eben die Phaser-Uzi ausgepackt und ein Mr. Worf bringt munter die - warum auch immer angreifenden - Fremdlinge zur Strecke. Zwischendurch sammelt man noch schnell die auf dem Planeten verstreuten Bauteile des Androiden B4 ein, auch gespielt von Brent Spiner.

Spiner, irgendwie stimmt es mich traurig, zeigt in Nemesis erneut nur die selben Grimassen, die selben erstaunten Gesichtsausdrücke, wird ein weiteres mal zum Lachobjekt. Brent Spiner ist einer der wenigen Schauspieler aus der TNG-Besetzung, der in meinen Augen Potenzial hätte, in eine Rolle zu schlüpfen, die wahrlich Qualität hat. Ständig von anderen verhöhnt, verzweifelt nach Menschlichkeit suchend wird die Figur Data, vor allem in Verbindung mit B4, zum Lachobjekt des Films. Mag er sich zwar zum Schluss opfern - traurig wirkt es nicht. Eher erlösend.

Erinnert ihr euch eigentlich noch an diese halbfetten, bärtigen und meistens betrunkenen Vientamkriegsveteranen, meist gespielt von Chuck Norris oder Dolph Lundgren? Ja, genau die Personen die betrunken mit dem Kopf auf den Tisch knallen! In Nemesis passt diese Beschreibung wie die Faust aufs Auge für Lt. Commander Worf. Alles, was man storytechnisch mit diesem Charakter hätte machen können, wird bedenkenlos vergeben. Und offenbar wurde hier ordentlich geschnitten: Szenen aus dem Trailer mit Worf sind gar nicht im Film enthalten - genauso wenig wie eine Dialogszene mit Data und Picard, eine Ausarbeitung von Deanna Trois geistiger Vergewaltigung durch das Eindringen von Shinzon in ihren Geist, welche ebenfalls im Trailer angedeutet wurde - sowie zahlreiche weitere Szenen.

Wo wir schon wieder bei einem leidlichen Thema wären: Schauspiellerleistung. Jeden Schauspieler, der auch nur ein wenig Potenzial hat, mal abgesehen von Patrick Stewart, steckte man entweder in dumme Rollen oder unter komische Masken. Ron Perlman, ein guter Charakterdarsteller, als Stellvertreter Shinzons ist er sicherlich ein Messerstich für seine Karriere. Diane Meyer als Commander Donatra hätte man sich auch sparen und jede x-beliebige Assistentin in die merkwürdig anmutende Romulanerkluft mit mehr Make-up als Gesicht packen können.

Dr. Chrusher, Geordi LaForge, Deanna Troi, Worf, Riker - alle nur Beiwerk ohne Charakterzüge. Die ganze Konzentration der Kamera liegt mit viel zu oft verwendeten Gesichtsnahaufnahmen auf den beiden Charakteren Picard und Shinzon, wobei sich besonders letzterer teils sehr lächerlich macht. "Ich bin böse und ich bin du" - ohhhhhh ich habe Angst. Das eigentlich sehr aufreibende und ernste Thema 'hätte ich unter den selben umständen wie mein Spiegelbild genauso gehandelt und viele Lebewesen getötet' will nie so richtig den Zuschauer erreichen. Zugegeben - es wird auch kaum versucht, dies rüberzubringen, weil man viel zu sehr damit beschäftigt ist, Entertrupps auf die Enterprise zu beamen, pathetisch vom Ende der Föderation zu schwelgen, mit der Enterprise die Scimitar zu rammen oder Riker in einer zwei Meter hohen Jeffreys Röhre kämpfen zu lassen. Dies ist wohl eine der sinnfreiesten Szenen des gesamten Films. Ein Remaner schlüpft beim Enterversuch auf der Enterprise in eine Röhre und rutscht durch sie in einen sphärisch-blau beleuchteten Gang. Dorthin folgt ihm Riker und ein wilder Kampf entflammt. Plötzlich stehen die beiden auf einer Brücke - mitten im Raumschiff wohlgemerkt - welche sich natürlich sofort zu lösen beginnt, und Riker stößt den Remaner einen endlosen Abgrund hinunter. Ja, mitten im Raumschiff wohlgemerkt!

Werfen wir nochmals einen Blick auf die Storyline: Shinzon braucht Picards DNA um zu überleben. So weit so gut. Komisch nur, dass Shinzon, da er die Transfusion nicht durchführen kann, im Verlauf des Films, also in knapp 24 Stunden erzählter Geschichte, von 'gesund' bis 'totkrank' mutiert... Hätte die Enterprise das positronische Signal auch nur ein paar Stunden später gefunden, hätte man sich den Film also sparen können. Gegen Ende des Films: die Schilde der Enterprise sind nicht mehr existent, die der Scimitar noch bei 70 Prozent. Picard beschließt, das gegnerische Schiff zu rammen. Als die Enterprise durch die Schilde des Raubvogels dringt wie Butter - was selbst die zahlreichen Photonentorpedosalven nicht zu schaffen vermochten - und die Scimitar rammt, aktiviert Shinzon seine Massenvernichtungswaffe: den Thelarongenerator. Komisch dass der noch funktioniert, wo doch das halbe Schiff zerrammt ist und Geordie noch ein paar Szenen zuvor meinte, dass die komplette Scimitar eine Art Generator sei. So muss sich Picard allein hinüberbeamen, und wird in allerletzter Sekunde von Data zurück auf die Enterprise transportiert, was unser Lieblingsandroide jedoch mit dem Leben bezahlen muss.

Spaß:
Action:
Erotik:
Spannung:
Anspruch
:
Gesamt: 4/10 Punten

Fazit

Vielleicht mag sich der eine oder andere denken: "Oh Gott wie kleinlich ist er doch wieder...". Aber sind wir doch mal ehrlich: wo sind die die unentdeckten Welten die entdeckt wurden, wo sind die fremden Zivilisationen? Wo ist der Tiefgang in der Handlung, die ergreifenden Momente? Wo ist die Suche nach einem schlichtenden Dialog? Hieße "Star Trek X: Nemesis" einfach nur "Nemesis" oder "0815-Actionfilm Teil 19", ich wäre durchaus zufrieden mit der Story, den Schauspielern und der Dramaturgie. Soll nach 15 Jahren jedoch ein Film dieser Klasse das Ende einer Generation voll emotionaler Momente, Freundschaft und Spannung bedeuten, so kann ich nur froh sein, dass es wirklich das Ende ist.

Downloads zu 'Nemesis:

Wie bereits bekannt kann der Soundtrack zum kommenden Star Trek-Film nun bei Amazon.de zum Preis von EUR 15.99 vorbestellt werden kann. Wer sich jetzt schon sein Exemplar sichern möchte, der kann sich den Soundtrack, der am 02. Dezember diesen Jahres erscheinen wird, unter diesem Hyperlink bereits jetzt vorbestellen.

Auch der Film auf DVD und VHS Kassette ist bereits bei Amazon.de bestellbar. Das Video zum Preis von 14,99 € und die DVD für 22,99 erscheinen laut amazon.de am 1. Juli 2003 - technische Details zur DVD Version gibt es selbstverständlich noch nicht, jedoch rechnen wir mit den üblichen Features. Nur eins steht schon fest: die Altersfreigabe FSK 12.

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