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Star Trek: Antares 1x07 - Machtlos
Original Airdate: 07.02.2004
Samstag, 7.2.2004|STVoy8|Quelle: treknews.de

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Star Trek: Antares (1x07) - "Machtlos"
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Kurzzusammenfassung:
Die Antares wird in einer Weltraumanomalie schwer beschädigt und treibt manövrierlos durchs All. Da verschwinden plötzlich Crewmitglieder von Bord, ohne eine Spur zu hinterlassen. Stecken die mysteriösen Bunari, deren Schiff angeblich von derselben Anomalie in Mitleidenschaft gezogen wurde, dahinter?


Legende:

Da es sich bei unseren Episoden in Geschichten im TV-Script-Format handelt, dachten wir uns, dass wir eine kleine Zeichenerklärung dazuliefern:
(V.O.) = Voice-Over; Ein aus dem Off gesprochener Text, z.B. ein Logbuch-Eintrag
O.C. = Off Camera; Nicht im Bild (hin und wieder auch O.S. = Off Screen)
(beat) = Pause
INT. = Interior
; Innenaufnahme
EXT. = Exterior; Außenaufnahme
CUT TO = Schnitt zu
DISSOLVE TO = Überblenden auf
FADE IN/OUT = AUF/ABBLENDEN
; Vom schwarzen Bild zum normalen überblenden, bzw. anders herum.


Das waren die Wichtigsten. Wenn ihr noch Fragen habt, stellt diese bitte in den Comments, oder in unserem Kritiken-Thread im Forum. Natürlich sind wir auch dankbar über jede Meinung, die ihr uns sagen wollt. Folgt einfach diesem Link in den Kritiken-Thread. - Und jetzt: Viel Spaß!


                                 STAR TREK: ANTARES
                                     "Machtlos"
                                     written by
                                Marcel Labbé-Laurent



                                       TEASER

               FADE IN:

               EXT. WELTRAUM

               Unendliche Weiten, voller kalter Dunkelheit...

               Das Bild ist fast völlig schwarz, jediglich ganz wenige
               Sternen werfen einen fahlen Lichtschein in unsere Richtung.
               Die Untertasse der Antares gleitet nun nah an der Kamera
               durchs Bild. Viel ist jedoch nicht von ihr erkennen, da
               hinter den allermeisten Fenstern kein Licht brennt.

               Die Kamera beginnt der Antares zu folgen und nähert sich
               einem der Fenster,...

               INT. ANTARES - EIN CREWQUARTIER

               ...bewegt sich durch das Glas in den Raum und dreht sich
               wieder in Blickrichtung der Sterne. Das wenige Licht lässt
               uns gerade erahnen das wir vor dem Bett in eimem Crewquartier
               stehen.

               Plötzlich hören wir ein männliches Stöhnen und merken, dass
               sich jemand schlaflos im Bett wälzt und mit der Hand auf die
               Matratze schlägt.

                                   STIMME
                             (etwas ungehalten)
                         Arrg. Nicht schon wieder.
                             (beat)
                         Computer, Licht.

               Wir erkennen, dass es sich bei der Stimme um JIM BEEM
               handelt. Er setzt sich nun aufrecht an die Bettkante und
               reibt sich verschlafen die Augen.

                                   BEEM
                         Mist. Doktor Millers Tabletten
                         helfen nicht gerade wunderbar.
                             (beat)
                         Wie spät ist es bloss?

               Beem greift nach seinem Wecker, der auf der Anrichte neben
               dem Bett thront und schaut darauf.

                                   BEEM (CONT'D)
                             (zu sich)
                         Nein, erst 3 Uhr morgens.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - KORRIDOR VOR BEEMS QUARTIER - KURZ DARAUF

               Mit einem Zischen öffnen sich die Türen zu Beem's Quartier,
               der, sich am Türrahmen stützend, durch die Tür tritt.


               In seinem Pyjama trottet er müde, wie man es ihm deutlich
               ansieht, durch den menschenleeren Korridor in Richtung
               Turbolift.

               Wir sehen Beem nun von hinten, da er an der Kamera vorbei
               ist.

               ANDERE EINSTELLUNG

               Vor dem Turoblift dehnt er sich nach dem Knopf und stampft
               ungeduldig wartend mit dem Fuss auf und ab. Endlich öffnen
               sich die Türen, Beem tritt ein und wir sehen ihn in dem
               Türspalt verschwinden.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - OFFIZIERSMESSE

               Beem läuft von der Tür in Richtung der Essensausgabe um sich
               einen Apfel zu holen. Erst jetzt schaut er durch den Raum und
               sieht, dass COMMANDER MÜLLER in der Raumecke direkt vor den
               Fenstern sitzt und verträumt aus dem Fenster starrt. Auf dem
               Tisch hat Sie ein Stück Kuchen, in dem sie abundan mit ihrer
               Gabel rumstochert, ohne wirklich etwas aufzunehmen. Durch das
               abgesenkte Licht erkennen wir nicht was für einen Kuchen sie
               hat, was Beem sowieso egal ist. Er setzt sich bewusst in die
               andere, äußere Ecke, denn seine Laune scheint nicht die beste
               zu sein.

               Doch Müller dreht ihren Kopf in Richtung Tür. Jetzt bemerkt
               sie Beem, steht auf, nimmt ihren Teller mit und geht auf ihn
               zu.

                                   MÜLLER
                         Ich habe sie ja gar nicht bemerkt.
                             (beat)
                         Darf ich mich zu ihnen setzen?

               Außer einem leichten Drehen des Kopfes in Müllers Richtung
               ist keine Reaktion von Beem zu vernehmen. Sie setzt sich
               trotzdem.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                             (beat)
                         Können sie auch nicht schlafen?

                                   BEEM
                             (sarkastisch)
                         Ach, woran haben sie das bemerkt?

               Müller bemerkt das Unwollen Beems zu einer Diskussion, aber
               sonst ist ja keiner da zum reden, und das hat sie jetzt
               bitter nötig.

                                   MÜLLER
                             (immernoch ruhig und
                              freundlich)
                         Woran liegt es denn?

               Beem reagiert nicht wirklich darauf, er beißt nur in seinen
               Apfel.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Schon mal Dr. Müller nach einem
                         Medikament gefragt? Ich geh
                         morgen..
                         (sie erinnert sich an die Uhrzeit)
                         ..äh..später zu Ihr.

                                   BEEM
                         Das hab ich schon. Mir hat es nicht
                         geholfen. Aber sie können ja ihr
                         Glück versuchen.
                             (beat;leiser gesprochen)
                         Und wenn ich schlafen kann, hab ich
                         eh nur Alpträume.

                                   MÜLLER
                         Alpträume? Wovon denn?

                                   BEEM
                             (aggresiv)
                         Von diesen verdammten Romulaner.
                             (beat)
                         Von ihren feigen Angriffen auf uns.

               Müller ist schockiert und macht nur große Augen. Sie versucht
               Worte zu finden...

                                   MÜLLER
                             (beat)
                         Ich glaube sie nehmen unsere
                         Mission etwas zu...ernst.

                                   BEEM
                             (wütend)
                         Nein, sie verstehen nicht. Diese,
                         diese, dreckigen Romulaner haben
                         meinen...
                             (beat;überlegend)
                         ...meinen Freund auf dem Gewissen.
                         Ich könnte alle ihrer Rasse...
                             (beat;ablehnend)
                         Ach, sie wissen ja gar nicht, wie
                         es ist einen engen Freund verloren
                         zu haben.

                                   MÜLLER
                             (energisch dem etwas
                              entgegen zusetzen)
                         Doch. Ich weiß es genau.
                             (beat)
                         Ok, vielleicht nicht ganz genau,
                         keinen Freund, aber meinen Vater.
                         Ich weiß genau, wie das ist. Ich
                         weiß wie sehr das schmerzt. Glauben
                         sie mir.

                                   BEEM
                         Nein, es ist nicht das selbe. Sehen
                         sie sich doch an. Man sieht doch
                         wie sie trauern. Und sie sind eine
                         Frau, sie dürfen das.
                         Aber was ist mit mir? Ich bin
                         wütend. Ich würde gerne trauern,
                         aber ich kann es nicht. Ich habe
                         einen Wunsch, diese Romulaner in
                         meine Finger zu kriegen. Und was
                         hab ich davon? Der Captain traut
                         mir nichtmal mehr völlig. Aber ich
                         kann nicht anders.

                                   MÜLLER
                             (beat)
                         Sie haben immerhin ihre Wut. Sie
                         haben ein Ziel. Ich habe nichts.
                         Ich war noch nichtmal da, als mein
                         Vater starb. Ich habe keinen
                         Schuldigen. Es war eine lange
                         Krankheit. Ich bin auch sauer. Wie
                         haben das selbe Problem, nur äußert
                         es sich anders.
                             (beat)
                         Nur ich konnte nichts dagegen tun.

                                   BEEM
                             (außnahmsweise leicht
                              deprimiert)
                         Und ich habe nichts dagegen getan.

               Plötzlich entsteht ein leutes Rumoren in den Wandpanels, ja,
               im ganzen Schiff. Beide sehen sich um, doch sie sehen nichts
               Verdächtiges. Das Geräusch wird lauter bis es in einem lauten
               Schlag gipfelt. Die Antares wird hart unter Warp gerissen,
               die Trägheitsdämpfer versagen und einige Leitungen
               explodieren im Hintergrund.

               Müller's Teller samt Kuchen und Beem's Apfel werden vom Tisch
               geworfen, die Beiden dagegen haut es aus ihren Stuhlen auf
               den harten Boden. Ein unangenehm greller Lichtblitz erhält
               die ganze Szenerie und alles wirkt nur noch weiß.

                                                              FADE OUT.



                                     ENDE TEASER
                                        AKT I

               FADE IN:

               INT. ANTARES - BRÜCKE - KURZ DARAUF

               Wir sehen, dass das blendende Licht erst langsam
               verschwindet. Wir erkennen allmählich bei flackerndem,
               schwachem Licht und dem leuchten des Taktischen Alarms, dass
               alle Offiziere Ohnmächtig auf dem Boden liegen. MESTRAL vor
               der Wissenschaftsstation, TORLAN neben der Kommunikation
               sowie ein paar NDs an anderen Station. Es scheint, als wäre
               der Captains Chair unbesetzt gewesen.

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE

               Müller liegt noch ohne Bewusstsein am Boden, während Beem
               versucht sich aufzustützen, es scheint ihm jedoch Schmerzen
               zu bereiten.

                                   BEEM
                             (zu sich selbst)
                         Ein sanfterer Weg einzuschlafen
                         wäre mir lieber gewesen.

               Er hat es mittlerweile auf seine Beine geschafft und bückt
               sich nun über seine Kollegin.

                                   BEEM (CONT'D)
                             (zu Müller)
                         Aufwachen! Los!

               Müller kommt zu sich, gibt aber erstmal nur einen Stöhner von
               sich. Beem reicht ihr eine Hand und hilft ihr hoch.

                                   BEEM (CONT'D)
                         Ich muss sofort auf die Brücke.
                         Wenn uns die Romulaner angegriffen
                         haben, will ich sie abservieren.

               Beem will sich schon auf den Weg machen.

                                   MÜLLER
                         Beem!?

               Er dreht sich nochmal zu ihr um.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                             (Müller schaut an Beem
                              herunter)
                         Wollen sie so auf die Brücke?

               Jetzt merkt er auch, dass er ja noch im Pyjama steckt.

                                   BEEM
                             (etwas beschähmt)
                         Ähm, nein...natürlich nicht. Ich
                         geh besser noch schnell in mein
                         Quartier...Aber wenn sie den
                         Captain sprechen, sagen sie ihm ich
                         bin auf dem Weg.

                                   MÜLLER
                             (mit einem Schmunzeln, das
                              sie zu verkneifen
                              versucht)
                         Gut, ich werde es ausrichten.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - BRÜCKE

               Wie zuvor, nur haben sich die Offiziere jetzt hochgezwängt
               und stehen nun mehr oder minder fest auf ihren eigenen zwei
               Beinen. Der eine oder andere ND stützt sich aber noch an
               seiner Konsole oder einem Geländer. Es herrscht ein reges
               durcheinander, teils auch weil die Hauptenergie und damit das
               Licht noch nicht wieder vollständig funktioniert.

               Dann öffnen sich die Turbolifttüren und CAPTAIN CAYLON kommt
               sehr hastig herausgestürzt um sich nach dem Zustand seines
               Schiffes zu erkundigen.

                                   CAYLON
                             (außer Puste)
                         Ist es ein Angriff? Romulaner!?

                                   MESTRAL
                         Ehrlich gesagt wissen wir es nicht.
                         Die Sensoren sind beschädigt und
                         offline.

                                   CAYLON
                         Dann sagen sie mir ihre Vermutung,
                         irgendetwas muss doch zuvor auf den
                         Sensoren gewesen sein.

                                   MESTRAL
                         Normalerweise vermute ich nicht...

                                   TORLAN
                         Normalerweise! Pfff.

               Der Captain ignoriert diesen Einwurf. Er scheint sich langsam
               daran zu gewöhnen, dass sich sein blaublütiger Blauhäuter
               etwas unbeherrscht benimmt.

                                   MESTRAL
                         Wie ich sagen wollte, vermute ich
                         sonst nicht, aber wie es aussieht
                         war kein Schiff, weder der
                         Romulaner noch sonst irgendeiner
                         Rasse, in unserer Nähe. Und
                         wahrscheinlich hätten die Romulaner
                         uns bereits den 'Todesstoß'
                         verpasst. Daher kann man davon
                         ausgehen, dass es eine natürliche
                         Ursache gibt. Aber welche, kann ich
                         ihnen beim besten Willen nicht
                         beantworten.

                                   CAYLON
                         Gut, das reicht mir auch fürs
                         Erste.

                             (beat)
                         Schäden und Verletzte?

                                   MESTRAL
                         Schadensberichte sind noch nicht
                         eingetroffen. Aber wie es aussieht,
                         haben wir nur Reserveenergie und
                         eine größere Zahl von
                         Systemausfällen.
                             (beat)
                         Verletzte scheint es keine zu
                         geben.

               Eine Ensign ND aus dem Hintergrund meldet sich zu Wort

                                   ENSIGN
                         Also mir brummt der Schädel
                         wahnsinnig...

                                   CAYLON
                             (lacht)
                         So gehts den meisten, mich
                         eingeschlossen.

               Caylon geht zu seinem Stuhl und bedient den Kommunikator an
               der Armlehne.

                                   CAYLON (CONT'D)
                         Caylon an Müller.
                             (beat)

                                   MÜLLER
                             (gestreßt)
                         Müller hier. Ich bin mit meinen
                         Ingenieurteams schon unterwegs.

                                   CAYLON
                         Wie schlimm sieht es denn aus?

                                   MÜLLER
                         Kann ich noch nicht sagen, auf alle
                         Fälle sieht es nach verdammt viel
                         Arbeit für mich aus.

                                   CAYLON
                         Okay, sie werden es schon schaffen.
                         Aber die Hauptenergie hat
                         Priorität, dann die Sensoren. Damit
                         wir endlich wissen was passiert
                         ist.

                                   MÜLLER
                         Aye Sir. Und Danke, aber einige
                         helfende Hände wären mir lieber.

                                   CAYLON
                         Sie dürfen sich jeden Mann nehmen
                         den sie brauchen.

                                   MÜLLER
                         Gut, Sir. Achja, ich soll ihnen
                         sagen, dass Lieutenant Beem...ähm
                             (beat)
                         ...bereits auf dem Weg ist.
                         Müller Ende.

               Caylon betätigt nochmals einen Knopf an der Armlehne und
               dreht sich zu Mestral.

                                   CAYLON
                         Checken sie nochmal alle Sensoren
                         Daten, ich will sicher sein, dass
                         wir nichts übersehen haben.

                                   MESTRAL
                         Aye, Sir.

                                   CAYLON
                         Wenn man mich braucht, ich bin in
                         meinem Bereitschaftsraum.
                             (zu sich)
                         Vielleicht bekomme ich ja noch
                         etwas Schlaf.
                             (wieder laut)
                         Achja, der Taktische Alarm bleibt
                         vorerst bestehen.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - SPÄTER

               Im ganzen Raum ist kaum mehr als wenige Meter weit zu sehen
               bei dem übermäßigen, weißen Rauch, der wahrscheinlich aus den
               Energie- und Warpleitung kam und nun mit Hilfe der
               Lebenserhaltungsystemen kaum überhörbar abgesaugt wird.

               Müller schlägt mit ihrer Hand einige Schneißen vor sich in
               den Rauch, jedoch ohne wirklich sehr viel weiter sehen zu
               können. Beinahe stößt sie sogar gegen eine Verstrebung auf
               Kopfhöhe, merkt es jedoch noch kurz vorher. Ihr folgen 2
               Ingenieure ND, die bei den Reparaturen helfen sollen und ihre
               Anweisungen abwarten. Sie dreht sich zur Seite und wirft
               einen prüfenden Blick auf ein Wandpanel, das einen
               halbverschmorrten Eindruck macht. Sie klopft zweimal mit der
               Hand drauf.

                                   MÜLLER
                         Die Leitungen hier müssen auch
                         ersetzt werden.

               Die beiden Kollegen nicken nur.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Hätte nicht gedacht, dass der
                         Schaden so schlimm ist. Was oder
                         wer auch immer hierfür
                         Verantwortlich ist hat ganze Arbeit
                         geleistet.

               Mit einem Piepen macht sich der Wandkommunikator neben Müller
               bemerkbar. Mittlerweile kann man sich wieder einigermaßen
               umsehen, unschwer ist zu erkennen, das der Warpkern noch
               immer nicht wieder online ist, zudem noch immer einige Lampen
               flackern.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                             (zu ihren beiden Kollegen)
                         Fangt schon mal, ich komme dann
                         gleich nach.

               Müller bestätigt nun das Komm-Signal.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Müller hier.

                                   CAYLON
                         Wie gehen die Reperaturen voran?
                         Wir könnten hier oben langsam mal
                         wieder Hauptenergie gebrauchen.

                                   MÜLLER
                         Sorry, Sir. Aber uns hat es doch
                         ganz Übel erwischt. Mit etwas
                         Glück, kann ich die Hauptenergie in
                         20 Minuten wieder online bringen,
                         aber das wird sie nicht sehr
                         glücklich machen. Die meisten
                         Hauptsysteme sind beschädigt, wir
                         müssen erst ne ganze Menge
                         Leitungen im ganzen Schiff
                         austauschen.

                                   CAYLON
                             (beat)
                         In Ordnung, ich bin sicher sie
                         geben ihr Bestes.

                                   MÜLLER
                         Bis wir hier wieder mit Warp
                         wegkommen, könnte aber eine ganze
                         Weile dauern.

                                   CAYLON
                             (beat)
                         Verstanden. Melden Sie sich, sobald
                         die Hauptenergie wieder da ist.

                                   MÜLLER
                         Aye, Sir. Eins noch.

                                   CAYLON
                         Ja?

                                   MÜLLER
                         Ensign Raimes ist noch nicht zum
                         Dienst erschienen. Er hat auch
                         nicht auf meinem Ruf geantwortet.
                         Ich entbehre hier unten nur ungern
                         einen Mann, könnten sie jemand nach
                         ihm sehen lassen? Vielleicht liegt
                         er noch immer in Ohnmacht.

                                   CAYLON
                         Sicher, ich schicke Jemanden.

                                   MÜLLER
                         Vielen Dank. Müller Ende.

               Müller beendet das Komm-Signal und geht zu ihren beiden
               Kollegen.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Es gibt was zu tun, die
                         Hauptenergie muss in 20 Minuten
                         wieder da sein.

                                   INGENIEUR
                             (stöhnt leicht)
                         Aye Sir.

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - KRANKENSTATION

               MILLER hält ihren Finger über dem Kommunikator an der Wand,
               bereit ihn abzuschalten.

                                   MILLER
                         Aye Sir, ich  werde mich persönlich
                         darum kümmern. Hausbesuche sind
                         meine Spezialität.
                             (lacht)

                                   CAYLON
                         Gut, sein Quartier ist auf dem D
                         Deck. Und sagen sie Müller
                         bescheid, wenn er wieder ok ist.

                                   MILLER
                         Alles Klar.

               Sie schaltet den Captain nun ab und winkt einem Crewman ihres
               Medizinischen Stabes zu.

                                   MILLER (CONT'D)
                         Reichen sie mir bitte ein Med-Kit.

               Der Crewman begibt sich in den Hinten und öffnet einen
               Schrank in dem schlecht einzusehenden Teil der
               Krankenstation, zumindest legt das Geräusch dieses Nahe. Er
               kommt mit einem grauen Koffer, darauf das Logo der Antares,
               wieder.

                                   MILLER (CONT'D)
                         Danke. Ich bin dann kurz weg einen
                         "Hausbesuch" machen. Passen sie
                         derweil hier auf.

                                   CREWMAN
                         Alles klar, Ma'am.

               BLICK VOM KORRIDOR AUF DIE TÜR DER KRANKENSTATION.

               Doktor Müller schlängelt sich bereits durch die erst halb
               geöffneten Türen und macht sich auf dem Weg und betritt
               Turbolift...

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - KORRIDOR AUF DEM D-DECK

               ...Aus dem wir den Doktor nun wieder herauskommen sehen. Sie
               biegt um die Ecke und steht jetzt direkt vor dem Quartier von
               Ensign Raimes, wo sie den Türsummer betätigt. Jedoch ohne
               eine Reaktion.

                                   MILLER
                             (zu sich)
                         OK, das war jetzt zu erwarten.

               Nicht sehr geduldig tippt sie einige Befehle in den Türöffner
               ein.

                                   COMPUTERSTIMME
                         Sicherheitsüberbrückung
                         authorisieren.

               Hastig folgt nun eine Zahlenfolge, die der Computer mit einem
               positiven Summen bestätigt.

               ZOOM AUF ZAHLENFELD UND TÜR

                                   MILLER
                             (zu sich; halblaut)
                         Überredungskunst muss man haben.

               Die Tür öffnet sich nun zur Seite und wir blicken in den
               rabenschwarzen Raum.

                                   MILLER (CONT'D)
                         Hallo!?

               Miller tastet die Wand nach dem Lichtschalter aber und
               betätigt ihn. Das Licht geht langsam an, wir erkennen immer
               mehr. Aber was wir sehen, ist nur eine leere Pritsche. Und
               ein leerer Raum. Miller schaut einige Sekunden äußerst
               verdutzt in den Raum, dann dreht sie sich wieder zu Tür und
               aktiviert das Komm-System.

                                   MILLER (CONT'D)
                         Miller an Captain.

                                   CAYLON
                         Ja, was gibt es? Wie geht es
                         Raimes?

                                   MILLER
                         Wenn ich das wüsste...

                                   CAYLON
                         Wie meinen?

                                   MILLER
                         Ich würde sagen, er ist...
                             (beat)
                         ...verschwunden.

                                   CAYLON
                         WAS?

                                                           SMASHCUT TO:

               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM

               Alle Senior-Offiziere (Caylon, Mestral, Torlan, Beem,
               TSCHERNOVSKY, Müller, Miller) haben sich in dem nur
               mittelmäßig beleuchteten Konferenzraum getroffen.

                                   CAYLON
                         Wie kann Ensign Raimes so einfach
                         verschwinden?

                                   MILLER
                         Keine Ahnung, aber keiner seiner
                         Kollegen und Freunde hat ihn heute
                         gesehen.

                                   BEEM
                         Meine Sicherheitsteams haben fast
                         das ganze Schiff durchsucht, keine
                         Spur von ihm, er ist wie vom
                         Erdboden verschluckt.

                                   MESTRAL
                         Der Erdboden verschluckt keine
                         Menschen; auch keine Vulkanier...

               Torlan sieht Mestral böse an und streckt seine Fühler aus.

                                   MESTRAL (CONT'D)
                         Keine Angst, Mister Torlan, er
                         verschluckt auch keine Andorianer.

               Torlan hasst Mestrals vulkanische Arroganz in seinen
               Aussagen. Man merkt das er aufgebracht ist, kann sich aber
               noch beherrschen und drückt seinen Unmut mit einem Grummeln
               aus.

                                   CAYLON
                         Wir wissen alle, dass das nicht
                         sein kann. Aber irgendwo muss er ja
                         hin sein.

                                   TSCHERNOVSKY
                         Zumindest kann er kein Shuttle
                         genommen haben.

                                   MESTRAL
                         Und auch nicht den Transporter,
                         ansonsten gäbe es eine
                         Aufzeichnung.

               Stille im Raum...

                                   MÜLLER
                         Eine gute Nachricht gibt es aber
                         immerhin.

                                   CAYLON
                         Geht die Hauptenergie wieder?

                                   MÜLLER
                         Warten sie es ab.

               Müller geht zur Tür um die Kommunikation zu bedienen.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Müller an Maschinenraum.
                             (beat)
                         Jungs, es ist soweit.

                                   INGENIEUR
                         Aye, Ma'am.

               In diesem Moment gehen wieder alle Lichter im Konferenzraum
               auf volle Stärke an. Der Raum erhellt sich unheimlich, zudem
               gehen einige Konsolen die vorher dunkel waren an. Doch
               plötzlich gibt es ein lautes Summen.

                                   CAYLON
                             (überrascht)
                         Was ist das? Gibt es Probleme?

                                   TORLAN
                             (schockiert)
                         Nein, das ist meine Komm-Station.

                                   MILLER
                         Offensichtlich geht zumindest
                         dieses Primärsystem wieder.

                                   CAYLON
                         Und was bedeutet das Summen?

                                   TORLAN
                             (langsam)
                         Jemand ruft uns.



                                     ENDE AKT I
                                       AKT II

               FADE IN:

               INT. ANTARES - BRÜCKE

               Die Offiziere kommen auf die Brücke gestürzt und verdrängen
               die NDs von den Konsolen.

                                   BEEM
                         Die Sensoren sind immernoch defekt,
                         keine Ahnung wer uns da ruft.

               Torlan blickt den Captain unschlüssig an:

                                   TORLAN
                         Sir?

                                   CAYLON
                         Bereit, antworten sie.

                                   TORLAN
                         Aye Sir, Kanal offen.

               Ein Brei aus Gerausche erscheint auf dem Schirm.

                                   TORLAN (CONT'D)
                         Ich versuche das Bild zu
                         verbessern.

               Mit einem Mal wird das Bild besser, ist aber immernoch recht
               unscharf, doch wir erkennen eine Außerirdische Person. Seine
               Haut ist rau und porös, eine markante Wulst überspannt seine
               Augenbraun. Der Kopf hat eine rundliche Form, die aber sehr
               kantig ist. Große Augen und eine freundlich wirkender Mund
               bringen ein gewisses Paradoxum in die Erscheinung. Der Alien
               ist im Begriff zu sprechen, wir verstehen aber nur eine
               kratzige Aliensprache.

                                   TORLAN (CONT'D)
                         Der Universal-Translator hat ein
                         paar Probleme, geben sie mir etwas
                         Zeit.

                                   CAYLON
                         Wer sind sie?

               Immernoch unverständliches Gebrabbel.

                                   CAYLON (CONT'D)
                         Was wollen sie von uns?

               Keine Änderung.

                                   TORLAN
                             (beat)
                         Ich glaube ich habe es, probieren
                         sie es nochmal!

                                   CAYLON
                         Hier spricht Captain Frederick
                         Caylon vom Sternenflottenraumschiff
                         Antares.
                         Wer sind sie und haben sie etwas
                         mit unseren schäden zu tun?

                                   ALIEN'S KOMM STIMME
                         Captain Gural von dem Bunari
                         Handelsgildenschiff Nugotj. Wir
                         sind auf einer friedlichen
                         Handelsmission gewesen als wir hier
                         gestrandet sind. Ich nehmne an
                         genau wie sie.

                                   CAYLON
                         Richtig, wir sind unter Warp
                         gerissen worden und haben einige
                         Schäden davon getragen, unter
                         anderem unsere Sensoren, wir können
                         sie immernoch nicht orten.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Wir sind hier auch schon seit 2
                         Tagen gefangen, unsere Sensoren
                         konnten wir wieder reperarieren,
                         unseren Antrieb waren wir leider
                         nicht im Stande zu reaktivieren.
                         Meine Techniker sind der Meinung,
                         das irgendetwas hier die
                         Antriebssysteme dämpft.

                                   CAYLON
                         Unsere Ingenieure waren auch noch
                         nicht sehr erfolgreich, wir haben
                         erst seit gerade eben wieder
                         Hauptenergie.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Vielleicht können wir uns
                         gegenseitig helfen.

                                   CAYLON
                         Ja, Moment bitte.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Sicher.

               Der Captain signalisiert Torlan mit der Hand, dass er das
               Komm-Signal stumm schalten soll.

                                   CAYLON
                             (zu seinen Offizieren)
                         Können wir ihnen trauen?

                                   BEEM
                         Ohne Sensorwerte schwer zu sagen,
                         ich würde misstrauisch bleiben.

                                   MÜLLER
                         Auf der anderen Seite könnten wir
                         mit ihrer Hilfe herausfinden wo wir
                         sind.

                                   CAYLON
                         Okay, wir gehen darauf ein, aber
                         Beem, sie bleiben wachsam.

                                   BEEM
                         Aye Sir.

                                   CAYLON
                         Torlan, bereit.

               Torlan reaktiviert das Komm-Signal.

                                   CAYLON (CONT'D)
                             (zu Gural)
                         Wir würden uns über eine
                         Zusammenarbeit unserer Leute
                         freuen.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Sehr schön. Ich habe damit
                         gerechnet und bereits ein Team
                         zusammengestellt, das zu ihnen
                         kommen wird.

                                   CAYLON
                         Unsere Shuttlerampe steht für sie
                         offen.

               Caylon nickt Beem zu, der sich bereits auf dem Weg machen
               will, die Brücke zu verlassen um zu seinem Sicherheitsteam zu
               stoßen.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Danke, aber das ist nicht nötig.

                                   CAYLON
                             (verwirrt)
                         Wie meinen?

               Plötzlich tauchen auf der Brücke  5 orangefarbene Lichtblitze
               auf, verbunden mit einem seltsamen Summen, aus denen sich
               Bunari materialisieren.

               Beem wollte schon in den Turbolift steigen, dreht sich nun
               aber erschrickt um und zielt mit seinem gezückten Phaser auf
               den Transporterstrahl, der dem Captain am nächsten ist.

                                   BUNARI #1 (DER NEBEN DEM CAPTAIN)
                         Freut mich sie kennenzulernen, mein
                         Name ist SAPETH, ich bin der
                         Chefingenieur unseres Schiffes.

               Beem atmet erleichtert auf und senkt seine Waffe. Sapeth und
               die anderen Bunari blicken etwas verwundert in die großen
               Augen der Antares-Crew.

               Derweil zückt Miller arbeitsbewusst wie immer ihren
               Bioscanner und richtet das Gerät nacheinander auf jeden der
               Bunari.

                                   MILLER
                         Keine Anzeichen ansteckender
                         Infektionen.

                                   CAYLON
                         Ähm, gut.
                             (beat;zu Sapeth)
                         Hallo..äh..Schön, dass sie so
                         schnell kommen konnten.

               Caylon reicht ihm die Hand. Sapeth blickt sie wundernd an und
               ergreift sie.

                                   CAYLON (CONT'D)
                         Das nächste mal klopfen sie aber
                         bitte an.

                                   SAPETH
                         Anklopfen?

                                   CAYLON
                         Ja, sagen sie etwas, sie haben uns
                         nen gehörigen Schrecken verpasst.

                                   SAPETH
                         Oh, entschuldigen sie. Sind sie das
                         nicht gewohnt? Wie besuchen sie
                         denn gewöhnlich andere Schiffe?

                                   CAYLON
                         Ja...
                             (beat)
                         Wir nehmen noch den altmodischen
                         Weg mit einem Shuttle. Ist etwas
                         sicherer. Wir wollen ja nicht als
                         Fleck an der Wand ankommen.

                                   SAPETH
                         Sie wollen damit ausdrücken, ihre
                         Transporter sind noch nicht sehr
                         ausgereift? Schade, wir können ja
                         mal danach sehen, vielleicht können
                         wir sie etwas modifizieren.

                                   CAYLON
                         Oja, danke. Aber erstmal bringen
                         wir unsere Schiffe wieder flott,
                         einverstanden?

                                   SAPETH
                         Mit Vergnügen.

               Sapeth nickt.

                                   MÜLLER
                         Ich bin Commander Nicole Müller,
                         der Chefingenieur. Ich würde sagen
                         wir machen uns auf den Weg in den
                         Maschinenraum.

                                   SAPETH
                         Wir werden sehen, was wir tun
                         können.

               Müller, Sapeth und die anderen Bunari gehen zum Turbolift.
               Caylon nickt Beem zu, der den anderen folgt.

                                                                CUT TO:


               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - SPÄTER

               Sapeth und Müller stehen direkt vor dem Warpkern und
               unterhalten sich.

                                   SAPETH
                         Nehmen sie es nicht persönlich,
                         aber ich bin beeindruckt, dass
                         diese primitiven Systeme diese
                         Leistung erbringen und stabil
                         funktionieren.

                                   MÜLLER
                         Ich nehme das mal als Kompliment.

                                   SAPETH
                         Das dürfen sie. Es ist ja
                         schließlich ihre Leistung, dass das
                         Schiff trotzdem fliegt.

               Ein gewisser strenger Blick von Müller lässt vermuten, dass
               Sie nicht ganz so glücklich über diese Worte ist.

                                   SAPETH (CONT'D)
                         Ich denke ihre Sensoren dürften wir
                         sehr bald im Griff haben. Aber der
                         Warpantrieb hat sehr viel
                         abbekommen. So ziemlich jedes
                         Subsystem ist durchgeschmorrt. Die
                         müssen wir alle auswechseln.

                                   MÜLLER
                         Sie machen einem ja richtig Mut.

                                   SAPETH
                         Wieso? Solange es nicht die
                         Reaktionskammer an sich ist, lassen
                         sich die doch einfach replizieren.

                                   MÜLLER
                         Replizieren? Ich fürchte damit
                         können wir nicht dienen.

               Müller ist schon leicht geknickt, angesichts der überlegen
               Bunari-Technik.

                                   SAPETH
                         Das macht nichts, dann replizieren
                         wir diese. Sie haben doch sicher
                         Baupläne?

                                   MÜLLER
                         Sicher. Warten sie, ich lade sie in
                         ein Padd.

               Müller geht zur Hauptkonsole im Maschinenraum und greift auf
               den Tisch daneben nach einem Padd.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - ZUGANGSSCHACHT AUF DEM K-DECK

               Ensign RUBENS aus Müllers Team und ein Bunari Ingenieur
               krackseln gemeinsam durch einen der kleinen Zugangsschächte.
               Rubens hat einen Ingenieurskoffer in der Hand, den er
               hinterherschleift, während der Bunari ein Sternenflotten Padd
               mitführt

                                   BUNARI INGENIEUR
                         Wie weit ist es noch zu dieser
                         Energieschaltung?

                                   RUBENS
                         10 Meter links nach der Kreuzung da
                         vorne.

                                   BUNARI INGENIEUR
                         Gut.

               Die beiden biegen um die Ecke und robben vor die
               angesprochene Leitung. Rubens legt den Koffer ab und
               inspiziert die Leitungen.

                                   RUBENS
                         Sieht nicht allzu schlimm aus.
                         Reichen sie mir den
                         Plasmastabilator.

               Der Bunari Ingenieur öffnet den Koffer und holt das Gerät
               heraus.

               Plötzlich summt ein merkwürdiges Signal auf. Rubens
               erschrickt und schaut seinen Bunari Kollegen an.

                                   BUNARI INGENIEUR
                         Das ist nur mein Kommunikator.

               Der Bunari drückt auf ein goldenes Emblem, dass einen
               Planeten und 2 Sterne zeigt, an seiner linken Brust, dass
               Rubens vorher für einen Schmuck hielt.

                                   RUBENS
                             (nur zu sich)
                         Wie praktisch.

                                   BUNARI INGENIEUR
                         Ja, was gibt es?

                                   KOMMSTIMME EINES ANDEREN BUNARI
                         Könnten sie bitte zur Luftschleuse
                         kommen?

                                   BUNARI INGENIEUR
                         Moment.
                             (zu Rubens)
                         Brauchen sie mich noch?

                                   RUBENS
                         Nein, nein. Das schaffe ich schon
                         noch alleine.

                                   BUNARI INGENIEUR
                         Gut
                             (wieder in den
                              Kommunikator)
                         Ich bin auf dem Weg.

               Der Burnari dreht sich in dem Tunnel, auch wenn es nicht
               gerade einfach ist und robbt um die Ecke.

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM

               Wie zuvor koordinieren Müller und Sapeth ihre Leute.

                                   MÜLLER
                         Wie lange braucht denn Ensign
                         Rubens für diese Leitung?
                             (zu Sapeth)
                         Warten sie kurz.

               Müller wendet sich ab und geht mal wieder den Weg zu einem
               der Kommunkationsterminals. Sie schaltet es ein und ruft
               genervt nach Ensign Rubens. Doch als Antwort bekommt sie nur
               Gerausche.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Ensign? Alles in Ordnung, melden
                         sie sich!

               Immernoch keine Antwort.

               Müller lässt ab und rennt zurück zu Sapeth.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Er meldet sich nicht. War er nicht
                         mit einem ihrer Leute zusammen?

                                   SAPETH
                         Stimmt. Ich werde ihn rufen,
                         vielleicht geht mal wieder eines
                         ihrer Geräte nicht korrekt.

                                   MÜLLER
                             (nicht sehr erfreut)
                         Danke..

               Sapeth bedient wie der andere Bunari zuvor seinen Brust
               Kommunikator.

                                   SAPETH
                         Sapeth an Fasar.

                                   FASAR'S KOMMSTIMME
                         Fasar hier.

                                   SAPETH
                         Commander Müller möchte gerne
                         wissen wie weit sie und Ensign
                         Rubens mit ihren Reperaturen sind.

                                   FASAR'S KOMMSTIMME
                         Keine Ahnung, da müssen sie ihn
                         fragen, ich bin gerade gegangen,
                         weil ich zur Luftschleuse gerufen
                         wurde.

               Müller blickt Sapeth entsetzt an, er bleibt jedoch sehr
               ruhig. Dann stürzt sie sich regelrecht zu dem Kommunikator.

                                   MÜLLER
                             (sehr aufgeregt)
                         Müller an Sicherheit.
                         Ensign Rubens ist offensichtlich
                         während Reparaturarbeiten
                         verschwunden.
                         Ich habe kein gutes Gefühl bei der
                         Sache, bitte suchen sie nach ihm.

                                                              FADE OUT.



                                     ENDE AKT II
                                       AKT III

               FADE IN:

               INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM D-DECK - SPÄTER

               Wir blicken schräg in einen sehr spärlich beleuchteten,
               großen Raum. Auf der rechten Seite eröffnet uns eine
               Fensterreihe, die über die gesamte Breite des Raumes geht,
               einen Ausblick auf die Sterne. Im Hintergrund wechseln immer
               wieder die Anzeigen der Monitore bzw. Konsolen, die die linke
               Wand einnehmen. Im Vordergrund steht ein großer,
               langgezogener Tisch. Auf der Tür zugewendeten Seite steht
               Captain Caylon, oder viel mehr stützt sich auf den Tisch, um
               dem gegenüber sitzenden Fasar in die Augen blicken zu können.

               An der Tür steht Beem sowie ein Kollege von ihm, beide
               bewaffnet.

                                   CAYLON
                         Wann haben sie Ensign Rubens das
                         letzte mal gesehen?

                                   FASAR
                         Das wissen sie doch.

                                   CAYLON
                         Weiß ich das?

                                   FASAR
                         Ja, tun sie. Ich war mit ihm in dem
                         Zugangstunnel eine Energieleitung
                         reparieren, als ich zur
                         Luftschleuse gerufen wurde und
                         dorthin auch ging.

                                   CAYLON
                         Mehr gibt es nicht zu sagen?

                                   FASAR
                         Nein. Und selbst wenn, so einfach
                         wäre es wohl nicht zu erfahren.

               Captain Caylon ist in seiner Haltung leicht geknickt, auch
               wenn ihm klar war, das Fasar so geständig nicht sein dürfte.

                                   CAYLON
                         Es ist so, sie sind so ziemlich der
                         einzige Indiz den wir haben.

                                   FASAR
                         Und Verdächtiger!?

                                   CAYLON
                         Und Verdächtiger..

                                   FASAR
                         Aha. Dann ist das ein Verhör?

                                   CAYLON

                         Ja. Ich bin ehrlich, ich mag es gar
                         nicht wenn Leute meiner Crew mal
                         einfach so spurlos verschwinden.
                         Das gefällt mir irgendwo nicht.

                                   FASAR
                         Ihr Eifer ist lobenswert. Aber das
                         bringt ihren Mann auch nicht
                         wieder. Glauben sie mir, wir wissen
                         es.

                                   CAYLON
                         Wie, sie wissen es??

                                   FASAR
                         Unsere Leute kamen auch nicht
                         wieder, wir haben am ersten Tag 6
                         Leute verloren, dann hörte das
                         Verschwinden plötzlich auf.

                                   CAYLON
                             (bestürzt)
                         Warum sagen sie uns das erst jetzt?
                         Woher weiß ich, dass das stimmt?

                                   FASAR
                         Warum hätten wir es vorher sagen
                         sollen? Wozu ist das noch von
                         belang? Sie sind weg und sie hätten
                         auch nichts dagegen tun können.

                                   CAYLON
                         Wir wären vorbereitet gewesen,
                         vielleicht hätten wir es doch
                         verhindern können, dass noch jemand
                         verschwindet.

                                   FASAR
                         Dann glauben sie mir nicht?

                                   CAYLON
                         Ich sage es mal so, wir wissen
                         immer noch nicht wo wir sind, wieso
                         und wer oder was dafür
                         verantwortlich ist. Dann
                         verschwinden auf einmal 2 meiner
                         Leute und sie tauchen auf. Ich bin
                         ganz einfach nur misstrauisch
                         gegenüber allem.

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - ZUR SELBEN ZEIT

               Müller sitzt in ihrem Büro nachdenklich über einem PADD,
               scheint ihre Gedanken aber weniger auf dieses gerichtet zu
               haben als einfach vor sich ihn zu grübeln. Sie wird jedoch
               gestört als Sapeth hereintritt und ihr ein weiteres PADD
               vorlegt.

                                   MÜLLER
                             (geistig etwas abwesend)
                         Ja, danke, legen sie es hier auf
                         den Tisch. Ich schau es mir gleich
                         an.

                                   SAPETH
                         Sie sollten sich das wirklich
                         ansehen. Es dürfte sie
                         interessieren, dass ihre Sensoren
                         wieder funktionieren.

                                   MÜLLER
                             (gleichgültig)
                         Gut, in Ordnung.
                             (beat)

                                   SAPETH
                         Geht es ihnen gut?

               BEAT. Müller scheint schon wieder in ihre Gedanken versunken
               zu sein und ignoriert Sapeth.

                                   SAPETH (CONT'D)
                             (laut;durchdringend)
                         Ich spüre doch das mit ihnen etwas
                         los ist. Wir Bunari sind empathisch
                         veranlagt, ich spüre das sie etwas
                         bedrückt.

                                   MÜLLER
                             (erregt)
                         Was mit mir los ist? Ich mache mir
                         Sorgen! Ja, ich habe sogar Angst,
                         Angst vor dem was hier passiert,
                         was mit unseren Leuten passiert. Ob
                         noch mehr verschwinden, wer der
                         nächste ist und was ich dagegen tun
                         kann.
                             (beat)
                         UND ich kann nichts tun.

                             (leiser)
                         Wie schon einmal.

                                   SAPETH
                         Sie machen sich zuviel Gedanken
                         über das Unabänderliche. Ich fühle
                         eine tiefe Angst, Angst vor dem
                         Tod.

                                   MÜLLER
                         Das Unabänderliche? Das ist es für
                         sie? SO einfach machen sie es sich?

                                   SAPETH
                             (gleichgültig)
                         Ja. "Wem es vor dem Tot graut, der
                         hat nicht gelebt", heißt es auf
                         meiner Welt.

               BEAT. Müller macht ein entsetztes Gesicht.

                                   SAPETH (CONT'D)
                         Sterben auf ihrer Welt nicht
                         täglich tausende?


                                   MÜLLER
                         Ähm, ja, doch.

                                   SAPETH
                         Sie sind weit von ihrer Heimat
                         entfernt, in tiefem, unbekannten,
                         unerforschtem Weltraum. Hier lauern
                         unzähliche Gefahren. Es müsste
                         ihnen doch klar sein, dass nicht
                         alle wieder zurück nach Hause
                         kommen werden.

                                   MÜLLER
                         Ja, wir kennen alle das Risiko
                         unser Mission. Wir haben uns dafür
                         entschieden, dass heißt aber nicht,
                         das wir einfach von einer Sekunde
                         auf die andere verschwinden müssen!
                         Jeder würde sein Leben für die
                         Verteidigung des Schiffes hergeben,
                         aber nicht so. So möchte doch
                         keiner sterben.

                                   SAPETH
                         Ich denke sie haben keine Wahl,
                         oder? Dem Tod ist es egal, wie oder
                         wann sie sterben wollen. ER wird
                         kommen, er wird auch ihr Leben
                         auslöschen, dann, wenn seine Stunde
                         ist. Sie können darauf vorbereitet
                         sein, ihr Schicksal einsehen, oder
                         es sich schwerer machen als es sein
                         muss.

               AUF MÜLLERS ERSCHRECKTES GESICHT.

                                                               BACK TO:

               INT. ANTARES - BESPRECHUNGSRAUM D-DECK

               Wie zuvor ist Captain Caylon immernoch dabei, die
               Unklarheiten und Mysterien des Verschwindes zuerhellen, mit
               mäßigem Erfolg wie sich zeigt.

                                   CAYLON
                         Was haben sie alleine mit Rubens in
                         dem Zugangstunnel gemacht?

                                   FASAR
                         Wir haben eine Leitung repariert,
                         das wissen sie doch.

                                   CAYLON
                         Mich interessiert nicht, was ich
                         weiß, sondern was sie getan haben.
                             (beat)
                         Wann haben sie Ensign Rubens zum
                         letzten mal gesehen?

                                   FASAR
                         Ich wurde dann zur Luftschleuse
                         gerufen und habe ihn alleine zurück
                         gelassen.

                                   CAYLON
                         Weswegen hat man sie gerufen?

                                   FASAR
                         Kann ich ihnen nicht sagen.

                                   CAYLON
                         Können oder wollen sie nicht?

               Schweigen ist die einzige Antwort, die zu vernehmen ist.

                                   CAYLON (CONT'D)
                         Wie soll ich ihnen ihre Unschuld
                         glauben, wenn sie mir nicht
                         antworten?

                                   FASAR
                         Es geht sie nichts an, das hat
                         nichts hiermit zu tun.
                             (beat)
                         Mehr kann ich nicht sagen.

               Caylon gibt sich nun dem sturren Fasar geschlagen, er weiß,
               das er so nicht mehr.

                                   CAYLON
                             (zu den Wachen)
                         Begleiten sie ihn auf sein Schiff.
                             (zu Fasar)
                         Sie dürfen gehen, vorerst.

               Fasar steht auf, der Sicherheitsoffizier geht zu ihm und
               gemeinsam gehen sie durch die Tür an Beem vorbei, der mit den
               Augen Fasar sehr mürrischen folgt. Zu dritt verschwinden sie
               in dem Gang.

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - KORRIDOR

               Beem und sein Kollege führen Fasar wortlos durch den Gang,
               bis sie vor der Luftschleuse, an der die Nugotj der
               Einfachheit halber angedockt hat, stehen bleiben. Beem nickt
               dem anderen Offizier zu, der die Geste versteht und wieder
               geht.

                                   BEEM
                             (sehr unfreundlich)
                         Hier durch.

               Er betätigt den Schalter und weißt Fasar nun mit der Hand
               durch die geöffneten Schleusen.

                                   FASAR
                         Sind sie eigentlich zu allen
                         Außerirdischen so unfreundlich?
                         Oder haben sie nur speziell etwas
                         gegen mich?

                                   BEEM
                         Ich habe nur etwas gegen
                         Außerirdische die an dem Tod von...
                             (beat)
                         ...Bekannten von mir verantwortich
                         sind.

                                   FASAR
                         Sie glauben also auch, dass wir
                         etwas damit zu tun habe? Ich
                         bekomme langsam das Gefühl ihre
                         ganze Rasse ist so misstrauisch.

                                   BEEM
                         Das hat gar nichts mit Misstrauen
                         zu tun.

                                   FASAR
                         Sondern?

                                   BEEM
                             (beat)
                         Ich sagte, sie sollen da durch. Ich
                         werde nicht mit ihnen darüber
                         diskutieren.

               Fasar gibt nach und geht hinein, wanach die Schleuse sofort
               schließt.

                                                           SMASHCUT TO:

               INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE

               Miller, Mestral und Tschernovsky sitzen gemeinsam an einem
               Tisch, relativ nah an der Tür des Raumes. Alle Drei sind
               dabei ihr Mittagessen zu sich zu nehmen. Die Kamera fährt in
               gebührendem Abstand um sie herum, sodass wir nur ein paar
               Wortfetzen hören, die augenscheinlich von Miller stammen, die
               mit Tschernovsky spricht. Von den Fetzen erregt eigentlich
               nur "Flugübelkeit" gewisse Aufmerksamkeit, vom Rest können
               wir jedoch nicht erahnen worüber sich die beiden unterhalten.

               Plötzlich öffnet sich die Tür, das ungewöhnliche daran ist,
               das der weibliche Crewman im Türrahmen stehen bleibt und sich
               leicht keuchend an selbigen stützt. Miller steht auf und geht
               besorgt zu ihr, die anderen Folgen ihr.

                                   MILLER
                         Alles in Ordnung? Geht es ihnen
                         gut?

                                   CREWMAN TYLER
                             (ausgelaugte Stimme)
                         Jack..äh...Crewman Daniels ist
                         nicht hier, oder?

                                   MILLER
                         Ähm, nein...

               Miller dreht sich einmal durch den Raum, ihre Kollegen, die
               mitgehört haben, schütteln den Kopf.

                                   MILLER (CONT'D)
                         Sieht nicht so aus. Wieso, was ist
                         denn?

                                   CREWMAN TYLER
                         Wir beide waren auf dem Weg
                         hierher, doch er hatte es eilig und
                         ist vor mir um eine Ecke gebogen.
                         Ich habe ein komisches Geräusch
                         gehört, ich wußte erst was nicht
                         genau was es war und als ich um die
                         Ecke geschaut habe, sah ich noch
                         kurz einen etwas wie einen
                         Transporterstrahl.
                         Ich bin so schnell wie möglich
                         hierher gerannt, in der Hoffnung,
                         dass er nur vor gelaufen ist.

                             (beat; nun etwas
                              verzweifelt)
                         Sie haben ihn auch geholt, oder?

               Tschernovsky steht am nächsten zur Kommunikationstafel an der
               Tür, darum bedient er sie und ruft den Captain.

                                   TSCHERNOVSKY
                             (merklich beunruhigt)
                         Captain.
                             (beat)
                         Schlechte Neuigkeiten.

                                                               BACK TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM

               Wir kehren dahin zurück, wo wir stehen geblieben sind. Müller
               kann immer noch keine Worte fassen, als ein schiffsweites
               Kommunikationssignal ertönt.

                                   CAYLON'S KOMMSTIMME
                         Alle Senior-Offiziere in 5 Minuten
                         im Konferenzraum melden.

                                   SAPETH
                         Ich werde jetzt gehen, aber
                         überlegen sie, was ich gesagt habe.

                                   MÜLLER
                         Ich glaube das werde ich.

               Sapeth verlässt nun den Raum und auch das Bild.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - KONFERENZRAUM

               Alle Senior-Offiziere, das heißt Captain Caylon, Beem,
               Mestral, Torlan, Tschernovsky, Müller und Miller haben sich
               versammelt um die neuen Umstände zu besprechen.

                                   CAYLON
                         Ich bin direkt.
                             (beat)
                         Ich zweifle an den Absichten der
                         Bunari. Mir kommt das alles etwas
                         merkwürdig vor, das ist ein Zufall
                         zuviel. Ich kann mich auch
                         täuschen, aber ich glaube sie sind
                         nicht das, was sie vorgeben zu
                         sein.

                                   MÜLLER
                         Mir Erschienen sie bis vor kurzem
                         als sehr freundliche Wesen, aber
                         ich bin mir da auch nicht mehr so
                         sicher. Was Sapeth mir gesagt hat,
                         lässt mich sehr stutzen.
                         Sie haben eine sehr merkwürdige,
                         übermäßig leichte Art mit dem Tod
                         um zu gehen. Er meinte wörtlich zu
                         mir "Dem Tod ist es egal, wie oder
                         wann sie sterben wollen. ER wird
                         kommen, er wird auch ihr Leben
                         auslöschen, dann, wenn seine Stunde
                         ist". Wenn sie mich fragen, ist das
                         eine sehr brutale und zweckmäßige
                         Ansicht. Ich bin mir über ihre
                         Fäden in diesem Spiel auch nicht so
                         sicher.

                                   CAYLON
                             (verblüfft)
                         Interessant.

                                   MÜLLER
                         Zudem haben sie, wie er sagte,
                         empathische Fähigkeiten. Das heißt
                         sie spüren das ich, ich meine wir
                         Angst vor dem haben was hier
                         passiert, ja sogar Angst vor dem
                         Tod. Ich denke es dürfte ihnen auch
                         nicht verborgen bleiben, dass wir
                         sie verdächtigen.

                                   MESTRAL
                         Ich bitte sie Commander, nicht jede
                         Spezies ist so brutal und
                         blutrünstig wie Menschen...
                             (blickt zu Torlan)
                         Andorianer oder auch Klingonen, als
                         dass sie einfach ohne Motiv zum
                         Spaß töten oder auch Gefangene
                         machen.

                                   CAYLON
                             (zynisch)
                         Mag sein, aber vielleicht haben sie
                         ja ein Motiv; uns werden sie es
                         zumindest bestimmt nicht so einfach
                         sagen, wenn wir sie fragen, oder?

                                   MILLER
                         Ich habe mich genauer mit Crewman
                         Tyler unterhalten. Sie ist sich
                         zwar nicht sicher, aber das
                         Geräusch, dass sie während des
                         Verschwindens von Ensign Daniels
                         vernommen hat, klang sehr nach
                         einem Transporter. Nur ähnelte es
                         ihrer Beschreibung nach wenig dem
                         System der Bunari. Die Farbe ist
                         falsch, die Bunari verwenden einen
                         orangefarbenen Strahl, den Strahl,
                         den Tyler sah war blau,
                             (beat)
                         ziemlich wie unserer.

                                   BEEM
                         Wie unserer?

                             (ungläubg;abwertend)
                         Wie soll denn das angehen? Entweder
                         irrt sie sich oder das ist ein
                         Trick der Bunari um uns zu
                         täuschen, sie merken ja, das wir
                         ihnen auf die schliche kommen.

                                   CAYLON
                         Das lässt mich schon etwas
                         zweifeln, aber andererseits, woher
                         sollte sonst ein Transporterstrahl
                         kommen?

                                   TSCHERNOVSKY
                             (reinplatzend)
                         Romulaner, was ist mit ihnen?
                         Vielleicht ist das eine große
                         Verschwörung von denen!

                                   MESTRAL
                         Sehr unwahrscheinlich, Romulaner
                         können nach unseren Kenntnissen
                         noch gar nicht beamen.

                                   CAYLON
                         Müller, ist es möglich, dass die
                         Bunari ihre Transporter zur
                         Täuschung angepasst haben.

                                   MÜLLER
                         Ich würde es nicht ausschließen,
                         aber es ist unwahrscheinlich. Die
                         Transporterfarbe ist von den
                         Phasenfrequenzen abhängig. Diese
                         funktionieren zwar auf vielen
                         Frequenzen, die Anpassung würde
                         aber das ganze System betreffen.
                         Ich kenne die Technik der Bunari
                         zwar nicht genau genug, aber es
                         dürfte trotz ihrer
                         fortgeschritteneren Technik einige
                         Zeit in Anspruch nehmen, die Farbe
                         einfach so zu ändern.

                                   CAYLON
                             (überlegend)
                         Und was machen wir nun?

                                   BEEM
                         Dürfte ich einen Vorschlag machen,
                         Sir?

                                   CAYLON
                         Nur zu, mir fällt nichts mehr ein.

               Eine dramatische, bedrohlich wirkende, ja mystisch
               faszinierende Musik setzt langsam und allmälich ein und
               untermalt die folgendenden Sätze mit einer bewegenderen,
               einvernehmenderen Grundstimmung, dich sich immerhin zu
               steigern scheint.

                                   BEEM
                         Ich würde vorschlagen, alle Bunari
                         von bewaffneten Sicherheitsleuten
                         überwachen zu lassen und ihre
                         Bewegungsfreiheit auf unsensible
                         Bereiche einschränken. So könnten
                         wir unser Risiko minimieren.

                                   MESTRAL
                             (entsetzt)
                         Halten sie das für eine gute Idee?

                                   BEEM
                         Ja, natürlich, sonst würde ich es
                         nicht vorschlagen.

                                   CAYLON
                             (widerwillig)
                         Das ist zwar nicht das, was ich mir
                         vorgestellt hatte, aber
                         einverstanden. Kümmern sie sich
                         darum.

               Die Musik erreicht ihren akustischen und dramatischen
               Höhepunkt, der Audruck ist in überschwengliche Angst
               übergegangen und hält sich über das Bild hinaus auch noch in
               das ablendende Schwarz der Szenerie. Kräftige Akzente
               verkünden Verheißungsvolles, bevor auch die Musik aussetzt.

                                                         FADE TO BLACK.



                                    ENDE AKT III
                                       AKT IV

               FADE IN:

               INT. ANTARES - WAFFENDECK - DARAUF

               GROßAUFNAHME WAFFENSCHRANK

               Abgetrennt durch Glas blendet sich das Bild direkt vor eine
               Reihe von Waffen, ganz offensichtlich dem Waffenschrank. Die
               Musik kehrt aus ihrer Pause zurück, um unverhemmt genauso
               stark wie zuvor weiterzuspielen. Sie lässt diese aggresiv
               gewalttätigen Instrumente der Zerstörung wie Propheten der
               Apokalypse erscheinen.

               Plötzlich wird das Glas geöffnet, die Waffen sind ihrer
               Bestimmung Unheilung zubringen einen Schritt näher, die Musik
               steigert sich nocheinmal, da eine Hand eine der Waffen von
               der linken Seite greift, ja nun eine zweite auch eine von der
               rechten Seite.

               DIE KAMERA FÄHRT ZURÜCK

               Wir erkennen mehr von dem Raum, wir sehen, dass hier ein
               Dutzend Sicherheitsleute dabei sind sich auszurüsten. Die
               Kamera hält noch auf den Schrank fixiert, wir sehen wie eine
               Hand die andere, die sich mit einer Waffe zurückzieht, in
               einem wirren Gespiel ablöst.

               Allmählich sind die Sicherheitsleute ausgrüstet und wenden
               sich von den Schränken ab. Die Kamera tut es ihnen gleich und
               schwenkt zur Seite, wo Beem vor der Tür steht, ebenfalls mit
               einer Phasen Pistole ausgerüstet, und auf sich aufmerksam
               macht und das nicht gerade Leise.

                                   BEEM
                             (ernst;bestimmt)
                         Alle hergehört!
                             (beat)
               Die Offiziere drehen sich allesamt zu Beem und stellen sich
               in Reih und Glied, dieser schreit trotz der ihm jetzt
               zukommenden Aufmerksamkeit weiter, was er auch sichtlich
               genießt. Man merkt ihm den texanischen eben deutlich an.

                                   BEEM (CONT'D)
                         Ich denke sie alle kennen unsere
                         Lage. Ich fasse es trotzdem nochmal
                         zusammen, damit ihnen klar ist,
                         worum es geht. Wir haben
                         Außerirdische, die mutmaßlich für
                         das Verschwinden von mittlerweile 4
                         Leuten verantwortlich ist. Und sie
                         alle wissen, was ich von solchen
                         Aliens halte. Darum ist es ihre
                         Aufgabe, sie unter Kontrolle zu
                         halten.
                         Sie sind für die Sicherheit des
                         Schiffes und der gesamen Crew
                         verantwortlich. Also machen sie mir
                         keine Schande.
                             (beat;schreiend)
                         Verstanden??

               Die bewaffnete Masse gröllt zurück.

                                   SICHERHEITSLEUTE
                         JAWOHL, SIR!

                                   BEEM
                         So ist es gut.
                         Ich teile sie in 6 Teams à 2 Leuten
                         auf. Kowalski, Davis, Team A;
                         Smith, Jackson, Team B; Laurent und
                         Kasumi, Team C; Singh und
                         Petrowitsch: Team D; Mendez,
                         O'Reilly, Team E, und zuguter
                         letzt, Team F sind DaSilva und
                         Bauer. Sie alle gehen in den
                         Maschinenraum und verteilen sich
                         auf die Bunari.
                         Und nun wegtreten.

               Beem lässt seine Untergeben mit einem zufriedenen
               Gesichtsausdruck an sich vorbei ziehen.

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM

               Mit dem weiten Blick von der Decke des riesigen
               Maschinenraumes erkennen wir alle Vorkommnisse genau. Müller
               hat sich bereits wieder in ihr kleines Büro zurückgesellt. Im
               restlichen Maschinenraum herrscht noch immer reges Treiben,
               sowohl unter den Menschen, wie unter den Bunari. Doch das
               Chaos ist beruhigender, als die schweigende Stille die
               eintritt, als zum Haupteingang 2 der bewaffnete
               Sicherheitsleute hereintreten.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - BLICK AUF HAUPTEINGANG

               Die beiden ignorieren völlig die fragend drückende Stimmung,
               die die Blicke der anwesenden Personen ausstrahlen. Sie
               stellen sich einfach nur in typisch steifer Militärhaltung,
               die das ganze noch bedrohlicher macht, neben die Türen, der
               eine rechts, der andere links.

               Der steife, fixierte Blick der Menge wird in Chaos
               auseinander gerissen, als nun auch von den kleineren
               Nebeneingägnen befremdlich vertraute Geräusche kommen, ...

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - BLICK AUF NEBENEINGANG 1

               ...denn auch von dort tritt Sicherheitspersonal herein und
               stationiert sich als Wachposten...

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM -BLICK AUF NEBENEINGANG 2

               ...das selbe passiert zur gleichen Zeit auch am insgesamt
               dritten Eingang.

                                                               BACK TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - NAHAUFNAME MÜLLERSBÜRO

               Müller steht nun in der Tür und schaut erschreckt in den
               Maschinenraum.

                                   MÜLLER
                             (zu sich selber)
                         Toll, Beem. Etwas dezenter war wohl
                         nicht drin? Und dann kreuzt er
                         selber nichtmal hier auf und
                         erklärt es.

               Sie schluckt einmal und tritt beherzt vor ihre Kollegen, um
               ihnen die erwartete Erklärung zu liefern, auch wenn es ihr
               sichtlich schwer fällt, passende Worte, bei dieser
               offensichtlichen Bedrohung zu finden. Alle Blicke sind auf
               sie gerichtet, was alles andere als eine Erleichterung ist.

                                   MÜLLER (CONT'D)
                         Keine Sorge, alles ist in Ordnung.
                         Das ist nur eine
                         Sicherheitsmaßnahme zu unser aller
                         Schutz.

               Sapeth gibt sich zurecht mit dieser fadenscheinigen Erklärung
               nicht zufrieden.

                                   SAPETH
                             (protestiert)
                         Schutz vor was?

               Jetzt weiß Müller endgültig nicht mehr was sie sagen soll.

                                   MÜLLER
                             (beat)
                         Ähm, ganz einfach vor dem, was hier
                         passiert, dass Leute verschwinden.

                                   SAPETH
                             (aggresiv)
                         Und dagegen helfen wohl
                         Sicherheitsleute an den Türen!?
                         Ich weiß, gegen wen sie sich
                         eigentlich schützen wollen.

               Sapeth wendet sich ab und will den Maschinenraum verlassen.
               Doch die "Wachmänner" an der Tür versperren wie zu erwarten
               den Weg.

                                   MENDEZ
                         Wohin wollen sie?

                                   SAPETH
                         Auf mein Schiff, wenn es recht ist.

                                   MENDEZ
                         Wir werden sie begleiten.

                                   SAPETH
                         Das dachte ich mir schon.

               Sapeth verlässt den Raum, die beiden Sicherheitsleute Mendez
               und O'Reilly mit ihm. Und er wird das Schiff verlassen, und
               mit ihm das restliche Vertrauen und die Kooperation, die sie
               sich gewünscht haben. Müller ist darüber offenkundig
               aufgebracht, sie läuft zu dem Kommunikationspanel und haut
               äußerst unsanft auf die Knöpfe.

                                   MÜLLER
                             (aufgebracht)
                         Müller an Captain Caylon, ich will
                         mit ihnen und Beem sofort sprechen.

                                   CAYLON'S KOMMSTIMME
                         Was ist denn los.

                                   MÜLLER
                         Das werde ich ihnen und vorallem
                         Beem erklären.

                                   CAYLON'S KOMMSTIMME
                         Dann kommen sie in meinen
                         Bereitschaftsraum, ich werde Beem
                         rufen. Und dann lassen sie die
                         Katze aus dem Sack.

                                   MÜLLER
                         Ich bin sofort da, und Beem solte
                         das auch!

               Müller lässt den Knopf los und verlässt grummelig den Raum.


                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - CAYLONS BEREITSCHAFTSRAUM

               Beem und Müller stehen vor Caylon, der hinter sein Tisch
               sitzt und eine ziemliche ungehaltene Miene verzieht. Müller
               ist noch so aufgebracht wie vorher, und das scheint sich auf
               Caylon zu übertragen.

                                   CAYLON
                         Verdammt nochmal, Beem, was sollte
                         das bitteschön?

                                   BEEM
                             (absolut ruhig)
                         Sie selben haben mir doch die
                         Erlaubnis erteilt.

               Caylon scheint seinem Unmut im sitzenden Zustand nicht genug
               Luft machen zu können, er lehnt sich nach vorne und kann sich
               kaum zügeln, nicht laut zu werden.

                                   CAYLON
                         Dass Sie sie überwachen, JA! Aber
                         doch nicht diese Nummer. Da hätten
                         sie ja gleich in Leuchtschrift
                         "Bunari Unerwünscht" auf die Hülle
                         schreiben können.

                                   BEEM
                         Das geschah zu unserer eigenen
                         Sicherheit.

                                   CAYLON
                         Sicherheit? Mit Sicherheit wissen
                         wir noch nichts über sie.

               Müller kann es sich nicht nehmen lassen, auch was dazu zu
               sagen.

                                   MÜLLER
                         Die Bunari haben zumindest unser
                         Schiff nicht sabotiert, sie waren
                         bei den Reperaturen eine große
                         Hilfe. Aber die Betonung liegt auf
                         waren. Die anderen werden Sapeth
                         wohl folgen. Und das haben sie uns
                         eingebrockt.

                                   BEEM
                         Vielleicht ist es ja besser so.

                                   CAYLON
                         Denken sie aber mal an die
                         diplomatischen Konsequenzen, wenn
                         sie sowas kennen sollten. Solche
                         Vorkommnisse können der Sargnagel
                         des Friedens zwischen 2 Völkern
                         sein. Jetzt darf ich mich für sie
                         entschuldigen.

                                   BEEM
                         Ich hoffe, die Entschuldigung
                         meinen sie auch ehrlich. Denn
                         vertraut haben sie denen doch
                         genauso wenig.

                                   CAYLON
                         Mag sein, aber meine persönlichen
                         Gefühle haben damit nichts zu tun,
                         denn ich weiß, dass man sie in
                         interstellarer Diplomatie
                         unterdrücken muss.

               Ein Kommsignal ertönt und Torlan meldet sich zu Wort.

                                   TORLAN'S KOMMSTIMME
                         Sir, die Nugotj hat uns auf einem
                         offiziellen Kanal gerufen und
                         Captain Gural will mit ihnen
                         sprechen.

                                   CAYLON
                         Verstanden, legen sie es hier her,
                         aber in Warteschleife.

                                   TORLAN
                         Aye, Sir.

                                   CAYLON
                             (re:Beem)
                         Da haben wir den Salat.

               Beem und Müller wollen gehen und den Captain seine offizielle
               Dienste verrichten lassen.

                                   CAYLON (CONT'D)
                         Hier geblieben!

               Müller und Beem wundern sich.

                                   CAYLON (CONT'D)
                         Beem, sie werden sich dass anhören,
                         sie haben es ja schließlich auch
                         verbockt. Und Müller, sie dürfen
                         auch bleiben. Ich habe nichts zu
                         verbergen, und das soll Gural ruhig
                         sehen.
                             (re:Gespräch)
                         Computer, aktiviere das Gespräch.

               Gurals erzürntes Gesicht erscheint auf dem Bildschirm. Er
               wartet auch keine Antwort von Captain Caylon ab, sondern
               beginnt gleich mit seinen Worten.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                             (sauer)
                         Ich habe wirklich angenommen, die
                         Menschen wären klüger. Aber jetzt
                         ist mir alles klar.

                                   CAYLON
                         Bitte, ich entschuldig mich
                         förmlich für das Fehlverhalten
                         eines einzelnen, meines
                         Sicherheitschefs.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Wenn dem so wäre.

                                   CAYLON
                         Wie meinen?

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Es war die Tat ihres
                         Sicherheitschefs, das steht außer
                         Frage, nur was ihn dazu bewegte,
                         dass spürt man in ihnen allen. Es
                         ist etwas grundsetzliches ihres
                         Verhaltens und es zu verbergen
                         gelingt ihnen nicht gut.

                                   CAYLON
                         Ich verstehe nicht, was sie meinen,
                         ich bin doch kein Hellseher.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Es war mir klar, dass sie es nicht
                         verstehen werden, darum sage ich es
                         jetzt überdeutlich.

                                   CAYLON
                         Ja, bitte, tun sie das.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Sie sagen sie sind Forscher und
                         behaupten, der Grund sei, weil sie
                         das Unbekannte fasziniert. Ich sag
                         ihnen jetzt etwas, sie lügen! Sie
                         belügen uns und sich selbst. Was
                         sie Faszination nennen ist pure
                         Angst. Ihre Neugier und
                         Wissbegierigkeit ist rein
                         selbstsüchtiger Natur, das
                         Unbekannte fürchten sie in
                         Wirklichkeit abgrundtief. Was sie
                         nicht kennen, das können sie nicht
                         berechnen, und was sich nicht
                         berechnen lässt, lässt sie machtlos
                         erscheinen, und das ist ihnen
                         zutiefst zu wider. In ihrer
                         Beschränktheit fürchten sie alles,
                         dass sich ihrer Kontrolle entzieht
                         und sie tun alles, es zu verstehen,
                         denn was sie vorhersagen können,
                         kann nicht länger ihr sauber
                         geplantes Leben beeinflussen. Sie
                         planen das Unvorhersehbare.
                         Und nichts entzieht sich mehr ihrer
                         Kontrolle und ist unvorhersehbarer
                         als der Tod, schlimmer noch, er
                         entreißt ihnen die Kontrolle über
                         alles, ihr Leben, und das, wann es
                         ihm beliebt. Doch das begreifen sie
                         nicht. Sie rennen vor ihm davon,
                         ihr ganzes Leben lang, nur um ihm
                         am Ende doch zu erliegen. Nur dabei
                         vergessen sie das Leben
                         auszukosten. Ihre Angst vor dem
                         Sterben hindert sie nicht am
                         Sterben, nur am Leben.

               Sowohl Müller, Beem als auch Caylon blicken absolut entsetzt
               auf den Bildschirm, ihre Mundwinkel im krampfartigen Zucken,
               Worte zu formulieren, doch ihre Lippen sind gelähmt.

               Caylon kneift die Augen zu, schüttelt seinen Kopf, als wollte
               er eine verbissenes Insekt, dass sich in seinem Gehirn
               festgekrallt hat abschütteln, um auszudrücken, was die wirren
               Gedanken hergeben.

                                   CAYLON
                             (beat)
                         Das ist...
                             (beat)
                         ...das denken sie von uns?
                             (beat)
                         Doch was hat der Verschwinden mit
                         unserer Lage zu tun.

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Alles.
                             (beat)
                         Wir haben ihre Leute nicht,
                         wahrscheinlich sind sie Tod, oder
                         was dem gleich kommt, für immer
                         verschwunden.
                         Doch der Tod ist kein Ende, er ist
                         ein finsteres Gespenst, dass sie
                         Tag um Tag jagt, ihre
                         Entscheidungen beeinflusst und sie
                         auch erwisschen wird. Denn wissen
                         sie, von Geburt an erwartet das
                         Lebendige den Tod.
                         Und sie umweben diese Erkenntnis
                         mit Ablehnung, das macht sie krank,
                         lässt sie misstrauisch gegen alles
                         fremde sein, und veranlasst sie uns
                         zu verdächtigen. Ihr ersehntes,
                         beruhigendes Gefühl von Sicherheit
                         schreit nach einem Mörder, um
                         zufrieden zu sein. Einen Grund und
                         etwas, das es wegzusperren gilt,
                         auch wenn es nichts dergleichen
                         gibt. Wir haben ihnen nichts getan.
                         Ihre Panik macht sie blind;
                         Sie bezeichnen uns als herzlos,
                         weil wir mit unseren Toten anders
                         umgehen. Welche Anmaßung, dass sie
                         sich als Maßstab nehmen! Wir
                         trauern auch um sie, doch wir haben
                         verstanden, dass es vorbei ist, so
                         traurig das ist, und uns keine noch
                         so schöne Phantasie den Verlorenen
                         ersetzen kann. Sie würden es nie
                         zugeben, aber insgeheim sind sie
                         sogar so egoistisch am Grabe nicht
                         den Verlorenen zu beklagen, sondern
                         die Lücke, der er in ihrem Leben
                         nicht mehr füllen kann. Doch sie
                         haben noch ihre Erinnerungen, die
                         ihnen keiner nehmen kann; doch was
                         hat der Tote noch? Ihm ist es, dem
                         unsere Trauer gilt, nicht uns
                         selbst. Sie bezeichnen das
                         herabwürdigend als unmenschlich,
                         das gebe ich zu, aber nur, weil wir
                         keinen Wert darauf legen, ihren
                         heuchlerischen moralischen
                         Standards zu entsprechen.

               Die Drei machen das entsetzteste Gesicht, dass man sich von
               ihnen vorstellen kann. Der Sensenmann persönlich könnte vor
               ihnen stehen und ihnen den schaurigen Sinn des Universums
               verkünden und sie würden es gefasster nehmen. Denn gerade
               wurde das, was sie selber als Wahrheit glaubten, was sie als
               Grundsätzlich in ihrer Existenz empfanden, vernichtet, und
               wich dem schaurigen Gesicht eines Monster, das Monster
               Mensch.

                                   CAYLON
                             (beat)
                         Ähm...

                                   GURAL'S KOMM STIMME
                         Denken sie einfach darüber nach,
                         mehr erwarte ich nicht.
                             (beat)
                         Aber unsere diplomatischen
                         Beziehungen sind vorerst beendet.

               Gural bewegt seine Hand, bediehnt irgendeinen Knopf vor sich,
               den man auf dem Bildschirm gar nicht erst erkennt, und
               verschwindet in einen tiefschwarzen, leeren Schirm. Und so
               fühlen sich in dem Moment auch Caylon, Müller und Beem.

                                   BEEM
                         Autsch, das war hart. Jetzt weiß
                         ich, warum ich Diplomatie hasse.

               Müller stoßt Beem mit ihrem Ellenbogen an.

                                   MÜLLER
                         Sie sind geschmacklos.
                             (zu Caylon)
                         Und nun?

                                   CAYLON
                         Woher soll ich das wissen? Wir
                         können nur weiter machen wie
                         bisher, halt ohne die Bunari. Oder
                         wissen sie etwas besseres?

                                   MÜLLER
                         Ähm, ...

                             (beat)
                         ...nein.

                                   CAYLON
                         Gut. Jetzt gehen sie bitte.

                                   MÜLLER
                         Aber sicher, Sir.

               Müller und Beem stehen aus ihren Stühlen auf, drehen sich um
               und verlassen Caylon's Bereitschaftsraum. Selber bleibt
               zurück, und verfällt in eine nachdenkliche Pose, in der er
               seinen schweren Kopf mit der Hand stützt. Er erinnert stark
               an einen späten Nachfolger, Captain Benjamin Sisko.

               Es vergeht einen Moment Zeit, dann steht auch Captain Caylon
               auf und geht Richtung Tür.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - BRÜCKE

               GROßAUFNAHME TÜR ZUM BEREITSCHAFTSRAUM

               Etwas wie Musik setzt ein, jedoch kommen die kleinen
               Klavierakzente in sehr großem Abstand.

               Die Türen sind verschlossen, und warten darauf, von
               menschlichen Annähern in Bewegung versetzt zu werden. Doch
               nichts tut sich. Langsam wird es gespenstisch, als ein
               dumpfes Geräusch hinter der Tür zu vernehmen ist, wenn auch
               sehr leise und kaum bemerkbar.

                                                               BACK TO:

               INT. ANTARES - CAYLONS BEREITSCHAFTSRAUM

               Die Musik verdichtet sich immer mehr, sie wirkt nun traurig,
               bedrückend und deprimierend.

               Die Kamera macht von der alten Position einen Schwenk zur
               Tür. Der Raum schein leer, doch vor der Tür erhaschen wir
               noch den Blick auf den letzten Rest eines blauen
               Transporterstrahls, der ins nichts verblasst.

               Die Kamera hält diesen Winkel einige Zeit, lange genug um zu
               realisieren, dass Caylon fort gebeamt worde.

               Die Musik ist nun in theatralische Formen übergetreten und
               verdeutlicht eins: Caylon ist fort, gegangen. Wohin auch
               immer.


               Das Bild blendet aus, aber in einer brutal langsamenweise,
               wie ein Mensch den letzten Hauch seines Lebens ansich
               klammern würde, wenn er noch könnte.

                                                         FADE TO BLACK.



                                     ENDE AKT IV
                                        AKT V

               FADE IN:

               INT. UNBEKANNTER RAUM - ZUR SELBEN ZEIT

               AUF die noch leere Transporterplattform...

               Langsam bilden sich bläuliche Irrlichter, summieren sich,
               verdichten sich, bilden Gestalt und Form. Diese seltsame,
               wabende Lichtgespiel, dass uns doch so vertraut ist, scheint
               sich schrecklich lange hinzu ziehen. Der große Frage, ist es
               Captain Caylon brennt immer mehr, je stärker das Schauspiel
               knapp wird.

                                   STIMME #1 (V.O.)
                         Wir verlieren die Eindämmung!

                                   STIMME #2 (V.O.)
                         Hoffentlich haben wir ihn.

                                   STIMME #1 (V.O.)
                         Ich denke schon. Ich verstärke die
                         Energie, hauptsache es überlastet
                         nicht.

               Was die Stimmen angesprochen haben scheint zu funktionieren,
               die schemenhafte Gestalt erlangt eine deutliche Kultur, das
               blau des Transporterstrahls verliert sich, und übrig bleibt
               der sehnsüchtig erhoffte Captain.

               Seine erste Reaktion nach der Reintegration ist, dass er
               kräftig Ausatmet. Als hätte er die ganze Zeit die Luft
               anhalten müssen, was natürlich unlogisch ist,
               wahrscheinlicher liegt es am Schrecken. Er schließt die Augen
               und atmet noch mal tief, man könnte es sogar ein Keuchen
               nennen, und reißt seinen Blick nun wieder auf. Und dieser
               erblickt eine freudig vertraute Umgebung. Es ist der
               Transporterraum der Antares!

               INT. ANTARES - TRANSPORTERRAUM

               WECHSEL IN CAYLON'S PERSPEKTIVE

               Wir sehen 2 Crewmitglieder, beide im Rang eines Ensigns, die
               an der Transporterkonsole stehen und selbige bedient haben.

               Caylon stoppelt mehr oder weniger von der Plattform in
               Richtung der beiden.

                                   CAYLON
                         Was soll das Spielchen, was ist
                         passiert?

                                   STIMME #1
                         Ähm, wie soll ich das erklären, das
                         ist eine längere Geschichte.
                             (beat)
               Der Captain scheint auf einmal etwas merkwürdiges an seinem
               Gegenüber festzustellen, sein offensichtlich verzogener Blick
               direkt auf ihn und das zur Seite gesenkte Haupt sprechen eine
               deutliche Sprache.

                                   CAYLON
                         Moment mal!
                             (longbeat)
               Der Blick hält, er starrt weiter und durchdringlicher,
               irgenetwas stimmt nicht.

                                   CAYLON (CONT'D)
                             (entsetzt)
                         Das kann doch nicht sein, sie sind
                         Ensign Raimes!

                                   ENSIGN RAIMES
                         Das haben sie Richtig erkannt.

                                   CAYLON
                         Aber wie ist das möglich? Sie sind
                         doch verschwunden gewesen, wir
                         nahmen schon an sie seien Tod.

                             (beat)
                         Und sie...
                             (deutet auf den 2. Ensign)
                         Sie sind Ensign Rubens!
                             (beat)
                         Kann es sein, dass ich etwas
                         wichtiges verpasst habe?

                                   ENSIGN RAIMES
                         Wie man es nimmt. Zumindest nichts
                         in dem, was sie als Realität
                         annehmen.

                                   CAYLON
                         Jetzt muss ich ehrlich sagen: Hää?

                                   ENSIGN RAIMES
                         Die kurze Version lautet, dass sie
                         nun wieder in der Wirklichkeit
                         sind, auf der richtigen Antares.

                                   CAYLON
                         Gibt es auch eine lange Version?
                         Denn die Kurze hilft mir nicht
                         wirklich.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Die Illusion muss ja perfekt
                         gewesen sein.

                                   CAYLON
                         Kommen sie mal zur Sache!

                                   ENSIGN RAIMES
                         Entschuldigen sie, Sir. Erinnern
                         sie sich noch, wie die ganze
                         Situation anfing?

                                   CAYLON
                         Die Geschichte mit den Bunari?

                                   ENSIGN RAIMES
                         Nein, davor, wie die Antares unter
                         Warp gerissen wurde?

                                   CAYLON
                         Ja, sicher.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Gut, ab hier weichen unsere
                         Erinnerung ab. Dieser helle
                         Lichtblitz, den wir alle sahen, war
                         nichts anderes als ein riesiger
                         Transporter.

                                   CAYLON
                         Und wer ist dafür verantwortlich,
                         die Bunari?

                                   ENSIGN RAIMES
                         Nein, sicher nicht. Ich wusste
                         zuerst auch nicht, was passiert
                         ist, ich war der einzigste, der
                         zurück blieb. Doch nachdem ich die
                         Sensoren wieder online gebracht
                         habe, stellte ich auf einem
                         Planeten, der sich in diesem System
                         befindet eine hohe Energiequelle
                         fest. Ich startete eine Sonde, und
                         ich musste feststellen, dass diese
                         Energie aus uralten Ruinen kam.
                         Eine von ihnen war mit einer Art
                         Schutzschild versehen. Doch in all
                         den Jahrtausenden, die diese
                         Einrichtung alt sein muss, scheinen
                         sich Störungen eingeschlichen zu
                         haben, denn ich blieb auf dem
                         Schiff, und besagter Schutzschild
                         fluktuierte etwas. Während den
                         kurzen perioden, in denen der
                         Schutzschild eine kleine Öffnung
                         bildete, stellte die Sonde
                         menschliche Lebenszeichen fest. Mir
                         war klar, dass sie dort gefangen
                         sein mussten.

                                   CAYLON
                         Also waren wir die ganze Zeit in
                         der Einrichtung, und haben nichts
                         davon gemerkt?

                                   ENSIGN RAIMES
                             (fragend)
                         Ich nehme an, die Einrichtung war
                         mit einer Art Holosystem
                         ausgestattet.

                                   CAYLON
                         Offensichtlich.
                             (beat)
                         Und sie haben von Anfang an
                         versucht, uns dort raus zu beamen.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Exakt, nur leider öffnet sich
                         besagtes Fenster im Schild nur in
                         größeren zeitlichen Abstanden,
                         andernfalls blockiert er den
                         Transporter sehr effektiert.

                                   CAYLON
                         Und die Bunari?

                                   ENSIGN RAIMES
                         So real wie wir beide.
                             (beat)
                         Die sind mit ihrem Raumschiff
                         genauso hier gestrandet wie wir und
                         haben auf gleiche Weise versucht
                         ihre Leute zu retten. Nachdem wir
                         Kontakt hergestellt hatten,
                         arbeiteten wir zusammen, da ihre
                         Hauptenergie in Mitleidenschafft
                         gezogen und nicht genug Energie für
                         weitere Transportvorgänge zur
                         Verfügung stand. Sie halfen uns
                         sogar den Transporterstrahl zu
                         verbessern, dass wir die
                         Schilddisharmonie besser ausnutzen
                         konnten.

                                   CAYLON
                             (bedrückt)
                         Dann muss ich mich bei ihnen wohl
                         bedanken...

                                   ENSIGN RAIMES
                         Ja, sie waren eine große Hilfe.

                                   CAYLON
                         Und entschuldigen.

                                   ENSIGN RUBENS
                         Wieso das?

                                   CAYLON
                         Das ist eine längere Geschichte,
                         jetzt müssen wir die anderen
                         retten.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Aye, Captain.

                                   ENSIGN RUBENS
                         Aye.

                                                                CUT TO:


               EXT. WELTRAUM - EINIGE STUNDEN SPÄTER

               Die Antares schwebt im Orbit über den unbekannten Planeten,
               im Hintergrund sehen wir das Schiff der Bunari.

                                   CAYLON (V.O.)
                         Logbucheintrag des Captains,
                         12.August 2156: Die echte Antares,
                         ich merke immernoch keinen
                         Unterschied, außer das diese
                         Antares sich leerer anfühlt. Alles
                         war eine Illusion, die sich
                         anfühlte wie die Wahrheit.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - TRANSPORTERRAUM

               Die Folgenden Szenen verlaufen stumm, bis auf die Worte
               Caylons:

                                   CAYLON (V.O.)

                         Was wir jeden Tag hier draußen
                         suchen ist Wissen, das fremdes
                         Leben, Dinge die uns der großen
                         Unbekannten des Universums, der
                         Wahrheit näherbringen. Doch wie
                         sehr liegt die Wahrheit im Auge des
                         Betrachters? Wir suchten die
                         Wahrheit, über das Verschwinden
                         unserer Crewmitglieder...

               MONTAGE:

               In mehreren Szenen werden Crewmitglieder von der "falschen"
               Antares entmaterialisiert und auf der Transporterplattoform
               der echten wieder rematerialisiert. Verwirrt werden sie von
               Rubens und Raimes empfangen und aufgeklärt.

                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)
                         Doch was wir fanden, war nur
                         Verdächtige. Schuldig der
                         Fremdartigkeit, mehr aber nicht.
                         Doch wir maßten uns an, die
                         Wahrheit zu ahnen und sie zu
                         verurteilen.
                         Ich komme mir schuldig vor, als
                         hätten wir eine Hexenjagd
                         veranstaltet. Ich würde mir gerne
                         einreden, dass wir nur die
                         Gerechtigkeit erfüllen wollten,
                         aber das stellt mich nicht
                         zufrieden.

               MONTAGE:

               Wir sehen bisher unbekannte Bunari und
               Sternenflottenoffiziere, darunter Rubens und Raimes, durch
               die Gänge der echten Antares laufen. Sie scheinen zusammen zu
               arbeiten, u.a. sehen wir 2 Ingenieure die
               Transporterkontrollen warten.

                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)
                         Wir waren besessen, die Bunari
                         waren für uns die Schuldigen, es
                         war keine Gerechtigkeit, es war
                         Vergeltung, die uns trieb, denn
                         Gerechtigkeit kann es bei
                         Unschuldigen nicht geben. Sie
                         hatten wohl doch Recht. Wir
                         glaubten innerlich schon an den Tod
                         unserer Männer, und das spürten sie
                         und uns beherrschte es. Dieser
                         Verlust ist solch ein menschlicher
                         Schmerz, dass wir ihm nicht
                         aufrichtig und gerecht
                         entgegentreten können, sondern
                         Angsterfüllt und doch zugleich
                         Rachsüchtig.

               MONTAGE:

               Eine Nahaufnahme der 3 Schieberegler der Transporter-Konsole
               ist im Bild, sie werden von einer Hand hochgeschoben und
               damit aktiviert.

                                   CAYLON (V.O.) (CONT'D)
                         Der Mensch kämpft mit seinem Leben
                         für sein Leben und tötet um sich
                         selbst vor dem Tod zuretten, das
                         ist der einzige Grund, warum Leute
                         die Schlachtfelder der
                         Vergangenheit lebend verlassen
                         haben. Die Frage ist, warum wir
                         trotzdem immer Kriege geführt
                         haben. Heute haben wir Kriege
                         hinter uns gelassen, und ich weiß
                         jetzt dass dies nicht einfach so
                         geschah und auch für ewig so
                         bleibt, sondern dafür müssen wir
                         jeden Tag hart arbeiten.
                         Ich hoffe, dass es nie wieder dazu
                         kommt, auf der Erde nicht, nicht
                         auf meinem Schiff und auch nicht in
                         der Galaxie. Doch der Krieg war
                         schon immer leichter als Friede...

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - BRÜCKE

                                   CAYLON (V.O.)
                         Nun habe ich vor mich bei den
                         Bunari zu entschuldigen. Und zu
                         bedanken, dafür, dass sie uns
                         geholfen haben aus dieser
                         mysteriösen Einrichtung
                         herauszukommen und dafür, dass sie
                         uns den Spiegel vorgehalten haben,
                         den wir brauchten.

               Ensign Raimes kommt aus dem Turbolift und schreitet vor den
               Bereitschaftsraum. Er betätigt den Türsummer und wird auch
               sogleich von Caylon hereingebeten.

               INT. ANTARES - BEREITSCHAFTSRAUM DES CAPTAINS

                                   CAYLON

                         Computerlogbuch, Ende.
                             (beat;re:Raimes)
                         Was kann ich für sie tun?

                                   ENSIGN RAIMES
                         Sir, wir haben die Transporter
                         Vorgänge abgeschlossen, alle
                         Mitglieder der Antares- und der
                         Bunari-Crew sind an Board gebeamt.

                                   CAYLON
                         Sehr schön. Ging schneller als von
                         ihnen prognostieziert.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Ja, die Bunari haben die
                         Effektivität des Transporters
                         nochmal steigern können, das hat
                         uns 2 Stunden schneller fertig
                         werden lassen.

                                   CAYLON
                         Wir sollten ihnen wirklich dankbar
                         sein.
                             (beat)
                         Raimes, da sie von Anfang an Board
                         des echten Schiffes geblieben sind
                         und die Einrichtung unten auf dem
                         Planeten analysieren konnten,
                         würden sie den Bericht bitte
                         schreiben.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Gerne Sir, aber eigentlich gibt es
                         nicht viel zu berichten. Nach den
                         Sensorendaten ist die Einrichtung
                         wie die wenigen restlichen Ruinen
                         mehrere Tausend Jahre alt und
                         stammt von einer unbekannten alten
                         aber hochentwickelten Kultur.
                         Vermutlich sind sie bereits
                         ausgestorben.

                                   CAYLON
                         Trotzdem, der Vorschrift halber.
                         Stellen sie ruhig auch eine
                         Hypothese auf, wozu sie diente.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Leichter gesagt als getan, die
                         Schilde schützen sie vor intensiven
                         Scans. Alles was wir sagen können,
                         ist, dass sie wohl dazu da war,
                         möglichst viele, ähm, ich nenne es
                         mal "Proben" anderer Rassen zu
                         sammeln. Was dann mit ihnen
                         geschehen sollte kann ich beim
                         besten willen nicht beantworten.

                                   CAYLON
                         Nungut, dann wird er halt kürzer
                         ausfallen.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Genau, ich meine, Aye Sir.
                             (beat)
                         Achja, die Bunari wollen nun das
                         Schiff verlassen.

                                   CAYLON
                         Sagen sie ihnen bitte, sie sollen
                         noch warten. In einer halben Stunde
                         möchte ich mich höchstoffiziell von
                         Captain Gural verabschieden.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Ich werde es ihnen sagen.

                                   CAYLON
                         Wegtreten.

                                   ENSIGN RAIMES
                         Aye.

               Ensign Raimes verlässt den Raum.

                                                                CUT TO:

               INT. ANTARES - MASCHINENRAUM - MÜLLERS BÜRO

               Müller steht mit Sapeth in ihrem Büro, sie scheint traurig zu
               sein.

                                   MÜLLER
                             (traurig)
                         Es tut mir leid, was alles
                         Vorgefallen ist.

                                   SAPETH
                         Ist schon gut.

                                   MÜLLER
                         Ich meine es ernst, ich war
                         ungerecht zu ihnen allen und habe
                         mich stark getauscht. Ich weiß
                         nicht was los war, auf alle Fälle
                         bedaure ich es.

                                   SAPETH
                         Sie vergessen wohl, das wir
                         empathisch veranlagt sind, ich
                         spüre es mehr als deutlich.

                                   MÜLLER
                         Wissen, sie, trotzdem bleiben sie
                         ein Eisschrank. Wir werden uns wohl
                         auf nicht mehr wieder sehen, nun
                         tun sie zumindest so als täte es
                         ihnen leid!

               Müller lacht und sogar Sapeth hat den Witz verstanden und
               schmunzelt.

                                   SAPETH
                             (ironisch)
                         Ihr Menschen seid mir vielleicht
                         welche.

                                   MÜLLER
                             (betont ernst)
                         Danke!

                                                               BACK TO:

               INT. ANTARES - BRUCKE

               Die Bunari, unter ihnen Gural, Sapeth und Fasar stehen auf
               der Brücke. Caylon hat sich mit seiner Seniorcrew
               (Müller,Miller,Mestral,Torlan,Tschernovsky und Beem) auf der
               Brücke versammelt um die Bunari zu verabschieden.

                                   CAYLON
                         Ich weiß nicht, ob ihnen unsere
                         diplomatischen Absichten noch etwas
                         wert sind, aber auf alle Fälle
                         möchte ich mich nochmal im Namen
                         aller für all das Entschuldigen,
                         was vorgefallen ist.

                                   GURAL
                         Ich spüre ihre ehrlichen Absichten,
                         dass erfreut mich.

               Gural reicht Caylon seine Hand als Zeichen der Wertschätzung.
               Caylon ergreift sie und schüttelt sie.

                                   GURAL (CONT'D)
                         Ich muss mich für meine harten
                         Worte auch entschuldigen. Ihr seit
                         zu so viel fähig, aber manchmal
                         erliegt er euren Instinkten. Aber
                         solange euer Gewissen diese Taten
                         bereut, ist noch nichts verloren.
                         Ich hoffe wir werden noch viel
                         voneinander hören.

                                   CAYLON
                         Das hoffe ich auch, ganz Inständig.

                                   GURAL
                         Nun denn, werden wir gehen.

                                   CAYLON
                         Alles Gute.

               Gural aktiviert seinen Kommunikator.

                                   GURAL
                         Wir sind Bereit.

               Die Bunari dematerialisieren in ihrem orangenen Strahl und
               verschwinden von der Brücke.

                                                               FADE TO:

               EXT. WELTRAUM

               Das Schiff der Bunari beschleunigt und verschmiert langsam zu
               einem undeutlichen strich, der sich mit rasender
               Geschwindigkeit entfernt und in einem aufleuchtenden
               Lichtblitz verschwindet.

                                                           DISSOLVE TO:

               INT. ANTARES - MANNSCHAFTSMESSE

               Sternenhimmel der in Beschleinigungsfetzen am Fenster
               vorbeistreift, verursacht durch den Warpantrieb, erhellt
               wieder das Schwarz des Bildes.

               Die Kamera fährt zurück und wir sehen die bekannte
               Mannschaftsmesse. Anhand der spärlichen Beleuchtung scheint
               vermutlich gerade Nachtstatus auf dem Schiff zu sein.

               Der Raum ist wie gegen Anfang leer, nur dass diesmal Beem
               alleine im Raum sitzt und aus dem Fenster starrt.

               Müller kommt zur Tür herein und sieht sofort Beem. Sie
               schnappt sich auf ihrem Weg zu ihm einen Stuhl und stell ihn
               frecherweise ungefragt an seinen Tisch. Beem scheint mal
               wieder keine wirkliche Lust auf Diskussionen zu haben.

                                   MÜLLER
                             (guter Dinger)
                         Können sie nicht schlafen?

                                   BEEM
                         Hm... Was meinen sie!?

                                   MÜLLER
                         Wissen sie, sie brauchen Millers
                         Pillen gar nicht.

                                   BEEM
                         Achnein? Können sie denn wieder
                         schlafen.

                                   MÜLLER
                         Ich denke schon, ich bin heute nur
                         noch nicht dazu gekommen. Ich habe
                         die ganze Zeit über die Bunari
                         nachgedacht.

                                   BEEM
                             (gleichgültig)
                         Dann will ich sie nicht stören.

                                   MÜLLER
                         Nun seien sie nicht so ein alter
                         Sturkopf. Wissen sie, die Bunari
                         haben wenn man es sich überlegt gar
                         nicht so unrecht.

                                   BEEM
                         Wenn sie meinen.

                                   MÜLLER
                         Ja, wir schaudern uns viel zu sehr
                         vor dem Tod und lassen uns von ihm
                         beeinflussen.
                         Mein Vater ist tot, das wird auf
                         ewig eine tiefe Lücke in mir
                         hinterlassen. Aber ich muss ihm
                         nicht beweisen, dass wie stark ich
                         um ihn trauere. Wo auch immer er
                         jetzt ist, er weiß wie sehr ich ihn
                         vermisse, und ich weiß es auch,
                         dass ist mir jetzt erst klar
                         geworden.


                                   BEEM
                         Das freut mich.

                                   MÜLLER
                         Meinen sie nicht auch, dass sie
                         etwas aus der Geschichte davon
                         tragen können.

                                   BEEM
                             (kühl)
                         Nein.

                                   MULLER
                         Wieso denn nicht?

                                   BEEM
                         Weil ich Hendrick etwas versprochen
                         habe, und solange ich das nicht
                         erfüllen konnte, kann ich keine
                         Ruhe finden.

                                   MULLER
                         Was haben sie ihm den versprochen?

                                   BEEM
                         Das ich mich an den Romulanern für
                         seinen Tod rächen werde, und zwar
                         FÜRCHTERLICH.

                                                              FADE OUT.



                                     ENDE AKT V



                                        ENDE

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