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Voyager 1x07 - Eye of the Needle
Das Nadelöhr
Montag, 14.3.2005|Steffen Henkel|Quelle: treknews.de

TitelEYE OF THE NEEDLE / Das Nadelöhr
Episode007 - 1x07
DE Airdate26.07.1996
US Airdate20.02.1995
TeleplayBill Dial, Jeri Taylor
StoryHilary J. Bader
RegieWinrich Kolbe
GaststarsVaughn Armstrong als Telek 
Tom Virtue als Baxter

-> Hier ist eure Meinung zu VOY gefragt   -> Alle Episodenkritiken

 

INHALT

Sternzeit: 48579.4
Noch immer ist die Voyager auf ihrem Flug vom Deltaquadranten nach Hause...

...als Harry Kim bei einem Routinescan ein Wurmloch entdeckt. Da die Voyager-Crew alle Möglichkeiten für eine verkürzte Heimreise ausnutzen will, fliegt das Schiff zu dem Wurmloch. Weitere Untersuchungen zeigen, dass das Wurmloch nur 30 Zentimeter groß ist und höchstwahrscheinlich gerade - wenn auch sehr langsam - kollabiert. Tuvok schlägt vor, eine Mikrosonde durch das Wurmloch zu schicken, um herauszufinden, wo das andere Ende des Wurmloches liegt. Doch diese bleibt aufgrund technischer Störungen am Ende des Wurmloches stecken...

Auf einmal wird die Sonde von der anderen Seite des Wurmloch gescannt. Doch Kommunikation ist vorerst nicht möglich. Kim und Torres arbeiten gemeinsam daran, die Sonde zu modifizieren, damit diese auch Kommunikationsrelais arbeitet. Dabei erfährt man, dass daheim niemand auf Torres wartet, ganz im Gegensatz zu Kim, der nie lange von zuhause weg war und auch bei Missionen mindestens einmal in der Woche Kontakt zu seiner Familie aufgenommen hat.

Auf der Krankenstation der Voyager beobachtet Kes mit Missfallen die rüde Art und Weise, wie die Crewmitglieder das MHN behandeln. Sie ignorieren ihn, reden nur mit Kes und würdigen nicht seine Arbeit, ja sie bezweifeln sogar seine Fähigkeiten als Mediziner. Und es scheint den Holodoc nicht weiter zu stören. Aber Kes stört es derart, dass sie sich beim Captain darüber beschwert. Doch Janeway sieht zunächst keinen Handlungsbedarf, da auch der Holodoc nicht unbedingt sehr sensibel mit seinen Patienten umgeht und dass sich viele Crewmitglieder darüber schon beschwert haben. Doch für Kes hat der Holodoc ein eigenes Bewusstsein und damit eine Persönlichkeit, die zu respektieren sei. Zudem weist Kes Janeway daraufhin, dass das MHN der einzige medizinische Offizier an Bord ist.

Als auf die subharmonischen Signale der Voyager eine Antwort von der anderen Seite kommt und die Brückenoffizier eine Kommunikation herstellen können, ruft Janeway den Unbekannten. Doch dieser bezweifelt die Aussagen Janeways, die Voyager sei im Deltaquandranten und bricht zunächst die Kommunikation ab. Tuvok findet aufgrund des Schiffsnamens heraus, dass es sich um ein romulanisches Schiff handelt.

In einem Gespräch mit dem Holodoc erkennt Janeway, dass Kes recht hat. Das MHN besitzt eine Persönlichkeit und auch „Gefühle“. Sie erklärt ihm daher, dass er sich nicht länger nur als eine Notlösung, sondern als vollwertiges Mitlglied der Crews sehen sollte - was er gleich so versteht, das man ihn umprogrammieren möchte. Doch Janeway möchte, dass der Holodoc sich als echtes Mitglied fühlt und bietet ihm an, das er selbst die Kontrolle über seine Deaktivierungssequenzen erhalten sollt. Verwirrt und überrascht nimmt der Doc das Angebot an...

Als der Unbekannte dann nach einiger Zeit doch auf die wiederholten Rufe der Voyager eingeht und die Kommunikation wieder aufnimmt, versucht Janeway den Fremden, der seinen Namen zunächst nicht nennen will, zu überzeugen, dass die Voyager wirklich im Deltaquadranten ist und daher keine Gefahr für ihn oder sein Schiff ist. Doch der Fremde ist misstrauisch und hält dies für einen Spionagetrick der Föderation. Doch auf die Frage, welchen Nutzen es für die Föderation oder die Voyager haben könnte, das zu behaupten, hat er keine Antwort. Janeway kann das Misstrauen des unbekannten Romulaner verstehen. Sie erzählt ihm die Geschichte, wie die Voyager in den Deltaquadranten kam und wie einsam sie sich alle fühlen. Sie bringt ihm ihre große Bitte vor: Er soll persönliche Botschaften der Crewmitglieder an ihre Familie und Freunde zuhause weiterleiten. Der Romulaner will darüber nachdenken, erklärt aber auch, er würde sich besser fühlen, wenn er Janeway mit eigenen Augen sehen könnte. Daher versuche er nun auch einen visuellen Kontakt zur Voyager herzustellen, was aufgrund einer Phasenvarianz im Strahlungsstrom - die uns immer wieder begegnen wird - zunächst als schwierig erweist. Doch dann sehen sich Janeway und der Romulaner von Angesicht zu Angesicht.

Der Romulaner erklärt, er habe die Bitte Janeways an den romulanischen Senat weitergeleitet und man müsse nun auf die Antwort abwarten. Doch da die Sonde in etwa 48 Stunden im Wurmloch zerstört werden wird, ist Janeway ungeduldig. Sie appelliert an das Mitgefühl des Romulaners – insbesondere, nachdem sie erfährt, dass auch er seit über einem Jahr von seiner Familie getrennt ist und nicht einmal seine nun sieben Monate alte Tochter gesehen habe. Nur für einen kurzen Augenblick glimmt in den Augen des Romulaner Trauer, Trennungsschmerz auf, bevor er die Com-Leitung schließt.

Die Crew soll sich gleich daran setzen, Botschaften für die Daheimgebliebenen zu schreiben, als Torres - völlig aufgelöst - Janeway erklärt, es gebe vielleicht eine Möglichkeit mit Hilfe der Sonde durch das Wurmloch hindurch zu beamen. Auf einmal sind alle Mitglieder inklusive Janeway wie elektrisiert, ja beinahe schon enthusiastisch von der aufkeimenden Möglichkeit doch schneller nachhause zukommen als gedacht. Doch der Romulaner weigert sich, Föderationsmitglieder auf sein Schiff zu beamen. Als Kompromiss bietet er Janeway an, dass er auf die Voyager beamt - wohl auch um sich zu vergewissern, dass Janeway ihm die Wahrheit gesagt hat. Der Transport klappt - trotz der wieder auftretenden Phasenvarianz - der Romulaner ist auf der Voyager.

Doch als Tuvok den Gast scannt, entdeckt er den Grund für die ständig wiederkehrende Phasenvarianz: Dieser stammt 20 Jahre aus der Vergangenheit. Scheinbar ist das Wurmloch nicht nur ein Spalt im Raum, sondern auch in der Zeit. Für die Brückenoffiziere ist klar, dass damit ein Transport der Crew durch das Wurmloch keine Option ist, da damit die Zeitlinien extrem verzerrt würden. Auch eine Warnung an das Sternenflottenkomando komme nicht in Frage, da die Voyager bereits zuviel im Deltaquadranten beeinflusst habe. Der Romulaner der sich nun als Telek vorstellt, verspricht schließlich die persönlichen Nachrichten in 20 Jahren an das Sternenflottenkommando weiterzuleiten. Er beamt sich zurück auf sein Schiff. Als Telek auf sein Schiff zurückgekehrt ist, erklärt Tuvok, dass er in der Datenbank der Föderation entdeckt habe, dass Telek vier Jahre bevor die Voyager zu ihrer Mission aufgebrochen ist, gestorben ist. Möglicherweise sind somit die Botschaften niemals angekommen .. ob Telek die Botschaften vor seinem Tod jemanden anderen gegeben hat, bleibt eine vage Hoffnung der Crew...

Wieder ignoriert ein Crewmitglied den Holodoc während dieser ihn behandelt - doch diesmal lässt der Holodoc das nicht mehr durchgehen. Er verlangt vom Crewman, dass er sich ihm zuwendet, mit ihm spricht. Selbstbewusst handelt er wie ein „realer“ medizinischer Offizier des Schiffes und erlangt so den Respekt des Crewmans. Zum Schluss äußert er Kes gegenüber den Wunsch einen Namen zu erhalten...

Meinung zur Episode

Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt, so könnte man wohl das Wechselbad der Gefühle der Crew in dieser Folge am besten beschreiben. Erst entdeckt Harry Kim das Wurmloch, aber es ist viel zu klein, man schickt eine Sonde, doch dann bleibt diese stecken. Dann meldet sich am anderen Ende eine Person aus dem Alpha-Quandranten und es muss ausgerechnet ein Romulaner sein. Und als Torres entdeckt, dass man mit Hilfe der Sonde rüberbeamen könnte, kommt Telek zwar an Bord, will aber keine Föderationsmitglieder auf seinem Schiff haben. Schließlich entdeckt Tuvok, dass der Romulaner Telek 20 Jahre aus der Vergangenheit kommt. Zwar nimmt er die persönlichen Botschaften der Crew mit, um sie in 20 Jahren der Föderation zu übermitteln, doch dann enttäuscht Mr. Vulkanier alle damit, dass Telek seit vier Jahren tot ist... früher hätte man den Überbringer von schlechten Nachrichten dafür wohl noch geteert und gefedert...

Dennoch kann die Folge meiner Meinung nach überzeugen, auch - oder vielleicht gerade - weil sie nicht unbedingt einen Plot erzählt, der das Schiff einen Schritt weiter nachhause bringt. Kein Weltraumgeballere, keine außergewöhnliche Special Effects, keine Action. Nein, hier geht es um Emotionen: Zum ersten Mal seit sie im Delta-Quadranten ist, wird der Crew eigentlich so richtig bewusst, wie weit sie wirklich von zuhause entfernt sind, wie schmerzlich alle ihre Heimat vermissen und wie lange ihre Rückreise dauern wird - vielleicht deshalb, weil sie auf einmal die Möglichkeit haben, „eins-zwei-drei“ wieder dort zu sein. Man weiß eben erst was man vermisst, wenn man es verloren hat...

Und die Crew erkennt auch, dass sie alles dafür tun würden, um ihr Ziel nachhause zu kommen, zu erreichen - auch mit einem Feind, einem Romulaner, zu kooperieren. Doch der entpuppt sich nach und nach als gar nicht so feindlich und böse, wohl aber als sehr misstrauisch (Himmel, wer wäre das nicht!). Aber so verschieden die Spezies im Weltraum wohl sind, eines scheinen alle gemeinsam zu haben: die Sehnsucht nach der Heimat, einem Zuhause, nach der Familie - auch Telek hat schon seit über einem Jahr seine Familie nicht mehr gesehen - nicht einmal seine Tochter, die geboren wurde, als er auf Mission war. Er kann die Gefühle, die Sehnsucht der Voyager-Crew nachvollziehen, er fühlt wohl wirklich mit ihnen, dennoch seine romulanische Erziehung ist stark. Er will helfen, aber nicht um jeden Preis. Für ihn wäre die Aufnahme der Crew ein Verstoß, vielleicht schon ein Verrat. Die Frage, ob Janeway ihn doch noch hätte überzeugen können, wird obsolet, als der Zeitunterschied entdeckt wird...

Und dann stirbt der Romulaner, noch bevor die Voyager ihre Mission antritt, alle Hoffnung ist dahin. Wirklich? Temporale Geschichten haben für mich immer einen etwas leicht bitteren Nachgeschmack. Die Frage lautet, hat Telek einen anderen Weg gefunden, die Botschaften zu überbringen? Wir werden es wohl nie erfahren. Und warum hat er - wohlwissend, wie die Voyager in den Delta-Quandranten landet - nicht die Crew, die Föderation davor gewarnt, diese Mission anzutreten? Die Erklärung von Chakotay halte ich für fragwürdig, wäre die Voyager nie aufgebrochen, hätte sie auch nichts im Deltaquadranten verändert.. Hätte Telek es gewollt, hätte er sicher ein Weg gefunden. Doch dann stellt sich wiederum die Frage, wäre die Voyager dann wirklich nicht aufgebrochen.. Fragen über Fragen.. mir schwirrt schon der Schädel...

Um Emotionen dreht sich auch alles im B-Plot – wobei sich mir hier zu allererst die Frage stellt, kann ein Hologramm wirklich „echte“ Gefühle haben? Sollte man einem Hologramm wirklich auch mit Respekt und Achtung begegnen? Anleihen zu TNG und Data sind deutlich erkennbar und wohl auch gewollt, doch liegt der Fall hier anders. Data war ein reguläres Mitglied der Mannschaft, der Holodoc ist quasi nur die „Notlösung“ und wird auch so von der Mannschaft behandelt. Dennoch für beide gilt: Sie sind beide mehr als nur die Summe ihrer Programmierungen. Doch während Data um die Notwendigkeit und Regeln zwischenmenschlicher Kommunikation und Interaktion weiß, steckt der Doc hier noch in den Kinderschuhen. Er muss erkennen: Wie man in den Wald schreit, so hallt es zurück. Dem MHN wird bewusst (gemacht), dass er ein vollwertiges Mitglied der Crew ist und sich dementsprechend auch verhalten muss. Und - vielleicht noch wichtiger - auch Janeway erkennt bzw. wird von Kes darauf aufmerksam gemacht, dass auch der Holodoc ein Teil der Mannschaft ist, mit dem auch sie sich auseinandersetzen muss. Der Holodoc „ist“ eine reale Figur mit Wünschen und Sehnsüchten, er wird sich weiterentwickeln, er wird seine Programmierung übertreffen - ist das nicht ein überaus menschlicher Wunsch, besser zu sein, zu werden, als man eigentlich ist?

„Das Nadelöhr“ gehört meiner Ansicht nach sicherlich mit zu den besseren Folgen von Voyager. Hier geht es um Menschlichkeit, oder besser gesagt um Humanität, und was sie ausmacht. Wie definiert sich ein humanes Wesen, das humane Sein? Erst in der Interaktion, in der Gesellschaft mit anderen, in dem Gefühl zuhause zu sein, geliebt zu werden. Wenn das fehlt, fühlt man sich mehr als nur einsam - es fehlt einem etwas, dass uns sagt, wer wir sind. Und das geht wohl dem meisten Spezies im ST-Universum so - man benötigt man keine menschliche DNS, wie Telek und auch der Holodoc beweisen, um human zu sein oder das Bedürfnis dazu, zu verspüren. So verschiedenen die vielen Spezies im ST-Universum sein mögen, sie alle haben Gemeinsamkeiten, wie die Liebe zu ihren Familien oder das Gefühl der Einsamkeit, die sie stärker miteinander verbinden, als dass sie sie trennen. Aber dazu fehlt, bei aller Entwicklung nicht nur technischer, sondern auch gesellschaftlicher Art, vielen noch das Bewusstsein.

TABITHA LERAN

 

tabitha.leran@web.de

»Eine der besseren Folgen«

SpannungActionHumorErotikCharaktereKontinuitätAnspruch

 

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