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Star Trek BEYOND
Die Filmkritik zum 13. Star Trek Film
Dienstag, 19.7.2016|DReffects|Quelle: treknews.de

Zum ersten Mal hat Justin Lin für einen Star Trek Film die Fäden in der Hand. Befürchtungen vieler Fans im Voraus ob der Güte des Films waren, insbesondere nach dem ersten Trailer groß. Ob STAR TREK BEYOND mehr ist, als nur actionreiches Marionetten-Theater verrät unser Review…
[Dieser Artikel enthält Spoiler!]

Inhalt:

Filmkritik von Daniel Räbiger

STAR TREK BEYOND
Filmstart: 21.07.2016 (D) - 123 Minuten - FSK12
Regie 
Story 
,
Darsteller 
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Trailer




» Alle Bilder anschauen  
Die 5-Jahres-Mission befindet sich schon im dritten Jahr, Alltag und Ermüdung sind auf der Enterprise eingekehrt. Die Tage werden zu Wochen, die Wochen zu Monaten – jeden Tag die gleiche Uniform. Die Crew verrichtet Ihre Arbeit zuverlässig, manch ein Frust macht sich bemerkbar, Beziehungen entstehen und vergehen.

Auch ein Captain Kirk hat Zweifel in Bezug auf den Alltag in den Tiefen des Weltalls und heißt daher einen kurzen Zwischenstopp auf der Raumstation „Yorktown“ mehr als nur willkommen. Doch kaum dort angekommen, wartet eine Überraschung auf Ihn und seine Crew.

So steigt BEYOND in die Story ein und vermittelt dabei das gute Gefühl von Familie: Die Crew ist zusammengewachsen –sie ist nun wirklich eine Familie. Hier zeigt Regisseur Justin Lin zum ersten Mal, dass er mehr kann, als nur Schnell und Furios. Sehr erfreulich ist auch, dass man alle über die letzten beiden Teile aufgebaute Charakterdynamik gekonnt zu Ende führt. Macht einfach Spaß Pille und Kirk zuzusehen.

Auch zwischen Uhura und Spock ist einiges vorangegangen – leider nicht ganz nach den Wünschen des Vulkaniers. Dieser hätte ja doch Zugern Nachwuchs gezeugt. Allerdings einen rein vulkanischen. Also zwischen ihm und einer Vulkanese. Zum Erhalt der eigenen Rasse. Weil Alt-Vulkan ja zerstört wurde. Klar, wenig romantisch, aber total fürchterlich logisch. Uhura sieht das aber etwas anders. Weibsvolk.

Derartige nette Momente hat der Film an vielen Stellen – entsprungen sein dürfte dies zu vollen Teilen der humorvollen Feder von Scotty-Darsteller Simon Pegg, der sich, zusammen mit Doug Jung, für das Drehbuch verantwortlich zeigt.

Stichwort Drehbuch: Wie schon zuvor legte man großen Wert darauf, an vielerlei Stellen Referenzen und Anspielungen an das bisherige Star Trek einzubauen. Die Raumstation „Yorktown“ oder die Erwähung des Kriegs gegen die Xindi sind nur ein paar Beispiele.

Der Film gibt sich sichtbar Mühe auch Fans aus der TOS und TNG Ära zu gefallen spielt aber natürlich nach den Regeln der heutigen Erwartungen an einen Sommer-Blockbuster: Flotte Sprüche und harte Action sind an der Tagesordnung. Für den Autor dieser Filmkritik persönlich war der Film in 3D fast etwas zu sehr „in die Fresse“ – nach den rund zwei Stunden fühlte ich mich ob der massiven Bildgewalt regelrecht geplättet.

Das muss nichts Schlechtes heißen – das zweite Mal werde ich mir den Film jedoch definitiv in 2D ansehen. Zu wenig nutzt der Film die zusätzliche Dimension, zu sehr verwirrend sind die actionreichen Kamerafahrten. Dass dies auch anders geht zeigt der am 04. August startende Ghostbusters bestens: Dort setzt man den 3D Raum gekonnt in Szene. Star Trek BEYOND hat hier zwar Tiefe aber setzt dies nicht Cineastisch ein.

Wie schon im Trailer zu sehen darf die eine oder andere große Schlacht nicht fehlen. So eine Enterprise will ja schließlich erst mal zerstört werden. Während also der „Bienenschwarm“ von Gegnern auf die Enterprise einprasselt fühlte ich mich unweigerlich an einen der wesentlichen Grundsätze der cineastischen Bildgestaltung erinnert: Wenn eine Szene oder ein Setting genug Kraft hat, hat sich die Kamera still zu halten.

Das galt schon zu Stanley Kubricks Zeiten und ist auch heute noch zutreffend. Einer der wenigen großen Kritikpunkte für mich an STAR TREK BEYOND ist, dass hier gnadenlos alles verwackelt wird um das Ganze noch dramatischer und wilder zu machen. Und dabei hat der Film das eigentlich gar nicht nötig.
Eine epische Welle von „Bienen“ rast auf die Enterprise zu, droht sie zu verschlingen. Warum nicht mal im Weitwinkel draufhalten um die komplette Ausweglosigkeit der Situation zu unterstreichen?

Ein gut choreografierter Faustkampf auf einer Plattform. Warum nicht mal die Perspektive halten, als ständig in den Gegenschnitt zu wechseln damit die Schläge ihre volle Kraft auch visuell besser entfalten können?

Star Trek BEYOND hat eine Reizverstärkung durch schnelle Schnitte und hektische Kameraführung gar nicht nötig – der Stoff wäre dicht genug. Unweigerlich erinnere ich mich an die großartige Kampfszene aus Batman Begins zwischen Liam Neeson und Christian Bale in der Eislandschaft. Dort verstand es Christopher Nolan sehr wohl jede Nuance zu zeigen. Ähnliches hat Joss Wheadon beim Aufeinandertreffen der Flotte der Reaver und der Alliance im Kinoableger von Firefly, SERENITY, geschafft.

Star Trek BEYOND bringt alles mit um ein großartiger Film zu sein: Humor, Spannung, Action, Charaktere und Kontinuität. Er verscherzt es sich an einigen Punkten einzig und allein damit, wie er mit seinen Zutaten umgeht.

Blickt man auf zahlreiche Reboots in den letzten Jahren sticht hier ein Franchise hervor wie kein zweites: James Bond. Mit SKYFALL haben die Produzenten hier alle Zweifler besänftigt: eine perfekte Synergie aus modernem Film und gewohnter Klassik ist entstanden. Warum kann das James Bond? Er nimmt sich die Zeit. BEYOND nimmt Sie sich nicht. BEYOND möchte zu weiten Teilen einfach ein Blockbuster sein und folgt dabei in seiner Regie- und Erzählarbeit den Erfolgs-Vorgaben, die z.B. GUARDIANS OF THE GALAXY definiert haben.

An anderen Stellen macht der aber einfach jede Menge Spaß: wenn nach dem Angriff auf die Enterprise die Crew in Zweiergruppen auf einer fremden Welt unterwegs ist zum Beispiel. Die Autoren Simon Pegg und Doug Jung haben es hier vorzüglich verstanden jeder Paarung die richtigen Worte in den Mund und äußere Umstände in den Weg zu legen.

Wenn ein zynisch-ironischer McCoy den stoisch nicht emotionalen Spock behelfsmäßig zusammenflicken muss kann man nur schmunzeln. Wenn Captain Kirk und Chekov versuchen, das Beste aus der Lage zu machen nimmt man Ihnen Ihre Freundschaft ab. So erhält auch tatsächlich jede Figur im Film größere Szenen und Text-Passagen. Gerade der verstorbene Anton Yelchin blüht hier – leider ein letztes Mal – in seiner Rolle auf.

Sehr passend wurde auch der Tod von Alt-Spock-Darsteller Leonard Nimoy in Star Trek BEYOND eingearbeitet. Das traurige Ereignis aus der echten Welt hat einen mehr als nur relevanten Einfluss auf den Verlauf der Handlung und wirkt auf keinen Fall konstruiert. Hier kann man nur sagen: Hut ab!
Gut gefallen können auch die neuen Figuren, allen voran Sofia Boutella, die man als Bewohnerin eines fremden Planeten in prominenter Rolle zu sehen bekommt. Hier kann man nur hoffen, dass sie auch in einer Fortsetzung wieder mit dabei ist.

An dieser Stelle noch ein kleines Lob an die Verantwortlichen hinter den Trailern. Auch wenn diese völlig generisch und austauschbar waren, so haben Sie eins doch geschafft: Die Zuschauer in die Irre zu führen. Einige Szenen wurde extra für die Trailer anders geschnitten und verändert. Allen Fans sei daher auch geraten sich die Szenenausschnitte und TV-Spots zum Film NICHT anzusehen - die machen vieles kaputt. Und eins noch: Sogar das im Trailer so dämliche Motorrad hat einen vernünftigen Platz in der Handlung. 

Charakterkritik

  
4/5
Chris Pine als Captain James Kirk ist zum glaubwürdigen Captain geworden. Der inzwischen 35-jährige Schauspieler passt nun deutlich besser in seine Rolle und hat eine exzelltente Dynamik mit Karl Urban entwickelt.   
5/5
Zachary Quinto als Spock muss sich im Film mit einem großen persönlichen Verlust beschäftigen. Er spielt gewohnt gut dürfte mit seiner Darbietung auch weiterhin zu den Favoriten bei den Fans gehören.
  
5/5
Karl Urban als Bones ist nach wie vor die wohl beste Besetzung der bekannten Rolle des Schiffsarztes. Im Zusammenspiel mit Chris Pine und Zachary Quinto ist er der humorvolle Dreh- und Angelpunkt der Gruppendynamik auf der Leinwand. 
4/5
Simon Pegg als Scotty dürfte mit Star Trek BEYOND alle Hände voll zu tun gehabt haben. Nicht nur spielt er in ser Rolle als Chefingenieur der Enterprise bekannt stimmig, er zeichnete sich außerdem noch für das sehr brauchbare Drehbuch verantwortlich. An der Seite von Neuzugang Sofia Boutella weiß er durch viel Humor zu gefallen. 
  
2/5
John Cho als Hikaru Sulu lebt im Film in einer gleichgeschlechtlichen Ehe und zieht mit seinem Partner ein Kind groß. Das fand George Takei, Sulu aus der Original-Star Trek Serie nicht so gut. In Star Trek BEYOND geschieht das mit einer derartigen Normalität, dass dies dann sogar Takei freuen dürfte. Für den Film selbst ist es handlungstechnisch aber leider gänzlich belanglos und somit zu 100% verschenktes Potential. Die schauspielerische Leistung von John Cho ist den ganzen Film über sehr flach und austauschbar. Gerade als Familienvater hätte man hier in Anbetracht der Gefahr für Partner und Kind mehr erwarten können.
3/5
Zoe Saldana als Nyota Uhura ist nicht mehr die einzig starke Frau im Film. Leider kommt die Beziehung zwischen Ihrer Figur und Spock reichlich zu Kurz. Das ist symptomatisch für den Film: Zu wenig Zeit, zu wenig Dialog.  
  
4/5
Anton Yelchin als Pavel Chekov erhiehlt in Star Trek BEYOND endlich einen größeren Part. Er ist mit Captain Kirk auf der fremden Welt gestrandet. Der junge Schauspieler darf in seiner letzten Rolle sich mit viel Routine präsentieren und bleibt sehr positiv in Erinnerung. Star Trek BEYOND ist ihm gewidmet.
2/5
Idris Elba als Krall ist furchtbar böse. Puh. Selten war ein eine Gummi-Maske derart großflächig. Kaum Emotion, kaum Mimik - ob dies Elba oder dem Masken-Department zuzuordnen sind bleibt für ist für den Kinobesucher relativ nebensächlich. Seine Figur zeigt wenig Charaktermotivation, die vom Computer verzerrte Stimme hilft da auch wenig.  
  
5/5
Sofia Boutella als  Jaylah ist ein exzellenter Neuzugang! Sie bringt eine starke Präsenz auf die Leinwand und präsentiert sich als taffe Heldin in einer gefährlichen Umgebung. Hoffentlich im nächsten Film wieder mit dabei!
5/5
Die Enterprise bekommt in dieser Filmkritik einen eigenen Eintrag. Warum? Weil sie so verdammt viel mitmachen muss. Obwohl aufgrund der Trailer völlig klar ist was letztendlich mit ihr passiert fiebert man bis zur letzten Sekunde mit. Ein großes Lob hier an das Special Effects Team, dass es geschafft hat, sowohl Raumstation als auch Raumschiff sehr greifbar zu machen.
 
Fazit und Wertung

Wertung 
Spannung
Action
Humor
Erotik
Charaktere
Kontinuität
Anspruch
GESAMT
4/5 


Fazit von Daniel Räbiger
Star Trek Beyond ist in allen Belangen ein erwachsener Film mit Blockbuster-Feeling.

Wer einen TNG-Film im Sinne von INSURRECTION erhofft hat (oder einfach gerne mal wieder einen Film dieser Machart sehen möchte) wird erzwungenermaßen enttäuscht sein.

Die Zeit für derartige Filme ist vorüber. Leider.

Wer sich aber auf die Stärken von BEYOND konzentriert bekommt einen Film der Spaß macht und unterhält. Die Schauspieler sind endgültig in Ihren Rollen angekommen, die Dynamik passt, die Anspielungen sind stimmig. Einzig handwerklich möchte man den Machern wünschen, die fantastischen Weiten des Star Trek Universums noch besser zu nutzen. Das Material ist gut genug um mutiger zu inszenieren. Michael Giaccino hat mit seinem Soundtrack zum Film bereits bewiesen, dass er das durchaus verstanden hat.

So ist BEYOND dann doch nicht großartig, sondern „nur“ sehenswert: Wer sich von einem frischen, rasanten Star Trek im Kino überraschen lassen möchte, sollte ab Donnerstag die Lichtspielhäuser aufsuchen.

Filmkritik von Markus Sampl

„Oh, oh, oh“ – das waren meine ersten Gedanken, nachdem ich den Trailer zu Star Trek Beyond gesehen hatte.

Die Befürchtung war groß, dass der Fast-&-Furious-Regisseur Justin Lin da wohl einen reinen Action-Film gemacht hat, der nichts mehr mit Star Trek zu tun hat. Allerdings kam es dann doch etwas anders…

Die Ausgangslage:

Das Raumschiff Enterprise hat von seiner 5-jährigen Mission bereits dreieineinhalb Jahre hinter sich. Die Crew hat viel gemeinsam erlebt, man ist zusammengewachsen, und doch: Allmählich schleicht sich ein gewisser Trott ein, die lange Zeit in den Tiefen des Alls nagt an der Motivation.
Ein Abstecher zur wirklich gigantischen Föderationsbasis „Yorktown“, die mehr eine in sich verschlungene Ringwelt ist, als eine simple Basis, bietet da eine willkommene Abwechslung – und Kirk die Möglichkeit, sich nach anderen Karrieremöglichkeiten umzusehen. So ein Admiralsposten wäre doch was – und er müsste seine Zeit nicht mehr im All totschlagen.

All diese Gedanken müssen aber zurückstehen, denn die Enterprise muss auf eine Mission gehen, die letztlich zu ihrer Zerstörung führt – und in der es ganz auf die Crew ankommt, zu verhindern, dass noch viel Schlimmeres passiert…

Mehr zur Handlung sei nicht verraten, ich will hier ja nix verspoilern.

Nachdem ich den Film gesehen hatte, war ich wirklich positiv überrascht. Entgegen all meiner Befürchtungen war der Film wirklich gelungen, gut sogar!
Sicher: Allzu tiefsinnig ist die Handlung nun wirklich nicht, aber damit habe ich mich beim Abrams-Star-Trek mittlerweile abgefunden. Dafür hat der Film eine andere Stärke: Die Crew.

Endlich ist die Crew nicht mehr in der Kennenlernphase, nein, sie ist jetzt ein eingespieltes Team. Kirk, Spock, McCoy und Co. gehen so miteinander um, wie man sie eigentlich auch kennt: Als alte Weggefährten, Kollegen – Freunde.

Gerade deshalb war die Besetzung des Regiestuhls mit Justin Lin auch eine sehr gute Idee. Denn wer Fast&Furious kennt, der weiß, dass zwar die Action sehr im Vordergrund steht. Damit die Filme aber funktionieren, ist etwas anderes noch viel wichtiger: Die Familie. Wie sagte nicht einst Dominic (Vin Diesel): „Ich habe keine Freunde – ich habe Familie.“ Nur dieses blinde Vertrauen, diese Liebe unter den Hauptfiguren, die tiefe Freundschaft zueinander ist es, die die Fast&Furious-Reihe mit Leben erfüllt und sie letztlich bald in den 8ten Teil tragen wird.

Eine ähnliche Bedeutung hat die Crew bei Star Trek – weshalb es sehr gut ist, bei Star Trek Beyond mit Justin Lin jemanden zu haben, der genau auf so etwas sehr achtet. Jeder bekommt im neuen Star Trek-Film seinen Moment.

Sei es ein Chekov, der eine Abfuhr bekommt, sei es ein Hikaru Sulu, der im Abrams-Trek nun eine homosexuelle Beziehung führt und auch mal mit Partner und Kind zu sehen ist. Sei es Scotty, der auf die Außerirdische Jaylah trifft, die offenbar ein Faible für Ingenieure hat.

Dass Spock und McCoy nach dem Absturz der Enterprise gemeinsam auf der Planetenoberfläche umherirren gibt beiden viel Gelegenheit, sich von ihrer typischsten Seite zu zeigen. Die Dialoge sind gut, unterhaltsam und auch zum Teil recht witzig.

Was die Handlung angeht, nun, wie gesagt: Tiefe ist dort nicht zu finden. Immerhin ist es mal eine Geschichte, die es so in einem Star Trek-Kinofilm noch nicht zu sehen gab. Im Gegensatz zum Vorgänger, der starke Bezüge zur Rache des Khan hatte (logischerweise), schlägt dieser Film nun wirklich mal eine neue Seite auf. Allerdings leidet die Story insgesamt so ein bisschen unter ihrem Bösewicht. Seine Motivation ist einfach sehr merkwürdig. Sinngemäß kann man sagen: Er war so lange unterwegs, dass er irgendwann ein Stück weit den Verstand verloren hat und böse geworden ist. Naja. Da hätte man sich was Besseres einfallen lassen können.

Auch die ultimative Waffe, der der Bösewicht hinterherjagt ist seltsam: Es handelt sich dabei um ein uraltes Artefakt – wozu das nun unbedingt nötig sein muss, ist schleierhaft, lebt man in Star Trek doch in einem Zeitalter, wo die Technologie mit Sicherheit so weit ist, dass sie noch bedeutend schlimmere Waffen hätte kreieren können – also warum muss es dann zwingenderweise das Artefakt sein? Solche und ähnliche Fragen kann man sich immer mal wieder stellen – letztendlich sollte man die Handlung besser nicht allzu sehr auf den Seziertisch legen, wenn man den Film genießen will.

Und man kann ihn ja genießen! Nicht nur, weil die Crew so in Szene gesetzt ist, wie man sich das wünscht, auch die Enterprise kommt zum Zug.
Schön ist es, zu sehen, wie die Enterprise in die Yorktown-Basis einläuft – eine Raumdockszene, wie sie zu einem Star Trek-Film einfach dazu gehört!

Natürlich nicht ganz so episch lang wie einst bei Star Trek – The (slow) Motion Picture, aber zumindest wird dem Schiff mal ein bisschen Platz gelassen, was heutzutage ja schon was Besonderes ist. Die Schlacht um die Enterprise selbst ist lang und intensiv, leider insgesamt verruckelt dargestellt und allzu extrem geschnitten. Wie auch bei anderen Kampfszenen des Films ein kleiner Haken, da wären weniger Schnitte vielleicht mehr gewesen.

Zuletzt noch ein Lob für die Anspielungen an den Star Trek-Kanon bei Star Trek Beyond: Allein der Name der Sternenbasis „Yorktown“ ist für eingefleischte Fans ein schöner Hinweis auf die ursprüngliche Herkunft der A-Enterprise, Fans von Voyager werden an einer Admirälin auf der Yorktown Gefallen finden, die mich stark an einen gewissen weiblichen Star Trek-Captain erinnert hat und Fans der Archer-Enterprise werden ohnehin voll auf ihre Kosten kommen.

Die Musik ist gewohnt gelungen, Michael Giacchino ist einfach perfekt geeignet für das Star Trek-Universum.

 
Fazit und Wertung

Wertung 
GESAMT
4/5 


Fazit von Markus Sampl
Star Trek Beyond ist trotz einer recht dünnen Handlung ein gelungener Film – er ist zwar recht actionlastig, aber zum Glück setzt der Film nicht einzig und allein darauf.

Es ist die Crew um Kirk & Co., auf die es ankommt, und das hat der Film begriffen und sehr gelungen umgesetzt.

Die Dialoge sind spritzig bis witzig, der Soundtrack gewohnt super und die Raumschlachten wild und effektgeladen.

Ein schöner Sommerblockbuster, der schon wieder Lust auf´s nächste Star Trek-Abenteuer macht. Vielleicht dann ja mal mit etwas weniger Action und dafür etwas mehr unentdeckten Welten…

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