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Star Trek Armada - Review

Samstag, 9.6.2001|DReffects|Quelle: http://www.trekgames.de

Activision, frisch im Besitz der Star Trek-Lizenz, brauchte um das Vertrauen der Fans zu gewinnen, ein Spiel der Superlative. Viele hatten große Befürchtungen bezüglich der Qualität des Titels, was in Anbetracht der davor erschienenen Star Trek - Titel durchaus berechtigt war. Alleine das Genre, welches man für den Titel gewählt hatte, schien auf den ersten Blick eine Fehlentscheidung zu sein, denn gerade in der Echtzeitstrategie gab es große Diskussionen darüber, ob 3D-Grafik überhaupt sinnvoll wäre. Und Star Trek Armada sollte
ein reinrassiger 3D-Titel werden...

Spiel-Info

Titel: Star Trek - Star Trek Armada
 
Genre
: Strategie / Taktik
Entwickler: Activision
Publisher
: Activision
Art: PC CD-ROM
Preis: ca 59,90 DM
Schwierigkeitsgrad: mittel bis schwer
Minimales System: 350 MHz-CPU, 64 MB-RAM
Empfohlenes System: 600 MHz-CPU, 128 MB-RAM, 3D-Karte

Autor: Michael Kraft

Spielinhalt

DownloadDie Föderation befindet sich mit den Klingonen in diplomatischen Schwierigkeiten, die immer mehr kriegerische Ausmaße annehmen. Sowohl die Romulaner als auch das Dominion warten nur auf einen Moment der Schwäche um endgültig den Alpha-Quadranten übernehmen zu können. Während das Dominion sich zurückhält und stattdessen die So´na für sich arbeiten läßt, schließt das romulanische Imperium mit den Borg einen diabolischen Pakt...
In zahlreichen Zwischensequenzen (teilweise CGI, meistens Spielegrafik) wird die Story mit zahlreichen Wendungen und viel Action vorangetrieben um im Finale die entscheidende Frage zu beantworten: Sieg oder Niederlage?

 

Rezension

DownloadEs gibt bei Strategietiteln immer zwei große Probleme, die in jedem Fall zu Diskussionen führen. Punkt 1: Die Grafik. In Zeiten von Gigahertz-Rechnern ist es nur verständlich, wenn die Spielefirmen vermehrt auf 3D-Grafik setzen, auch wenn die Übersichtlichkeit darunter leidet.
Activision hat sich bei diesem Punkt für die wohl beste Lösung entschieden: 3D-Grafik auf einer zweidimensionalen Ebene. Da man somit keine Tiefenkoordinaten beim Spielen berücksichtigen muß, ist die Übersichtlichkeit gewährleistet. Zudem sieht die Grafik genial aus: Blitzende Schilde, bunte Gasnebel, Wurmlöcher, hunderte von Schiffen die sich gleichzeitig behaken: es kracht und explodiert andauernd etwas auf dem Bildschirm und das mit einer nicht mal so hohen Hardwareanforderung.

DownloadDer zweite Punkt ist die KI (Künstliche Intelligenz). Man merkt zwar das man sich Mühe gegeben hat bei der Programmierung der KI, aber es gibt dennoch einige Fehler, die nach kurzer Zeit störend auffallen können. So klappt die "Suchen und Zerstören" Funktion nicht immer einwandfrei. Und auch das selbstständige Suchen eines freien Platzes beim Sammelpunkt ist oftmals nicht möglich. Bei einer großen Star Trek Armada von 50 oder mehr Schiffen mag das noch verständlich sein, aber wenn bei einem Sammelpunkt mit 5 Schiffen das sechste keinen Sammelpunkt findet und sich stattdessen in einem blauen Nebel (legt die Elektronik lahm) versteckt, dann ist das beinahe unverzeihlich.
Im Kampf jedoch ist die KI hervorragend, auch wissen die gegnerischen Spielweisen zu gefallen. Nur eben die KI der eigenen Schiffe ist enttäuschend...

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Der Sound ist hingegen mal wieder State of the Art, wie wir es von Activision gewöhnt sind: Tolle Effekte, hervorragende Sprachausgabe mit Originaldarstellern (in der deutschen Version die originalen Synchronstimmen) und eine gelungene Musikuntermalung beweisen die Professionalität des Publishers.
Vom 3D-Sound merkt man nur selten etwas, was bei RTS-Games aber vollkommen verständlich ist. Auch die Möglichkeit die Anzahl der genutzten Soundkanäle einstellen zu können, verdient Respekt.

DownloadDas Gameplay ist wie bei RTS üblich, meistens auf das "Suchen und zerstören"-Prinzip beschränkt. Jedoch gibt es auch Missionen, wo man ungesehen einen Punkt erreichen muß oder mit allen Mitteln eine Station zu verteidigen hat. Abwechslung wird genug geboten, denn alleine die Möglichkeit mit der Föderation, den Klingonen, den Romulanern und den Borg in die Schlacht zu ziehen, bietet viele Stunden Spaß.

Eine Funktion, die schnell zu gefallen weiß, ist es mitten in der Schlacht die Perspektive zu wechseln und den Kampf dann hautnah mitzuerleben. Die Übersichtlichkeit leidet in diesem Moment zwar etwas, aber als zusätzliche Funktion ist sie immer wieder gern gesehen.

DownloadDownloadDer Schwierigkeitsgrad zieht zudem gleichmäßig an, so daß man sich an das Niveau gewöhnen kann. Die finalen Missionen sind zwar enorm schwer, aber jederzeit fair und noch gewinnbar (der einstellbare Schwierigkeitslevel erleichtert einem wirklich das Leben).
Der Skirmish-Modus ist eine nette Dreingabe, aber aufgrund der niedrigen KI langfristig nicht brauchbar. Hingegen ist der Multiplayer-Modus über das WON-Net ein Geschenk an die Fans: Soviel Spaß mit einem RTS hatte ich online noch nie wie mit ST Star Trek Armada. Und wer schon mal mit einer zerstörten Basis 2 überlegene Feinde in die Flucht geschlagen hat, der weiß was ich meine... Die Pingzahlen schwanken zwar recht stark während des Spielens, aber mit Herabsetzen der Auflösung läuft es gleich flüssiger.

 

Meinung / Fazit

Michaels Meinung und Fazit:

Kaufen! Zumal das Game in vielen Kaufhäusern für unter 50 DM verkauft wird. Es ist immer wieder ein Spaß mit den Schiffen aus den Serien in eine epochale Schlacht auf Leben und Tod zu ziehen.
Das Game entspricht zwar nicht Gene´s Konzept von "Friede durch Verständnis und Respekt", aber es bietet enormen Spielspaß mit einem großen Wiederspielfaktor. Wer auch online spielen möchte, dem sei eine ISDN-Leitung empfohlen, denn ansonsten kann schnell mal ein Game durch Lag verloren gehen.
Aber auch Star Trek-Unkundige werden mit der tollen Storyline und den spannenden Missionen viel Vergnügen haben, es ist mal eine willkommene Abwechslung zu diesem Westwood/Blizzard-Einerlei.

 

Endwertung / Downloads
  • Grafik: 9 von 10

  • Sound: 8 von 10

  • Gameplay: 8 von 10

  • Spielspaß: 10 von 10


Gesamt: 9/10 Punkte

Systemanforderungen:
  • Prozessor: 350 Mhz

  • Arbeitsspeicher: 64 MB RAM (128 MB sind aber ein Muß, da ansonsten die Grafik in den Cut-Scenes arg ruckelt und stockt)

  • Grafikkarte: Alle Grafikkarten mit mindestens 16MB Speicher. 3D Karte von Typ Voodoo³, TNT2 oder Kyro2 sind empfohlen

  • Soundkarte: Soundblaster Live empfohlen, die Karten von Terratec sind aber ebenso gut.

  • Netzwerkkarte: Für den Multiplayerpart unerlässslich, eine 10Mbit-Ethernetkarte mit BNC-Anschluss reicht völlig aus (mit 2 Spielern getestet), muss keine Markenware sein. Falls doch: Eine Karte von 3com ist niemals verkehrt.

Downloads:

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Kommentare zu diesem Artikel
Melkor [09-02-2008 08:39] 
Moin!
Für die Soundprobs gibt es eine Lösung.
Start>ausführen>dxdiag>sound>Hardwarebesc hleunigung aus! das sollte helfen.
Markus [14-12-2007 21:17]  
Ich habe auch ein Problem mit Armada:
Ich benutze Windows XP bzw. Vista(ist egal,Problem bleibt gleich).Ich habe den neuesten Patch drauf.Nachdem ich eine Mission erfolgreich beendet habe, zeigt das Bild nur schwarz während der nächsten Sequenz.Der Ton läuft dabei weiter. Ich kann die nächste Mission dann normal weiterspielen(mit Grafik).Aber um die Einleitungssequenz zu sehen muß ich das Spiel komplett beenden und neu starten und dann kann ich die Sequenz zur neuen Mission mit Grafik sehen. Ich hätte halt gerne, dass ich es \"reibungslos\" spielen könnte.
@nÐe [26-08-2007 20:59]  
Ich habe Probleme das Spiel (gekaufte Vollversion) auf Windows XP fehlerfrei zu spielen. Die Systemanforderungen werden haushoch erfüllt doch die Sounds sind stockig und die Zwischensequenzen funktionieren nicht richtig (ähnlich dem Sound). Da dachte ich mir nach patches o. ähnlichem zu googlen und kam hier her. Doch jetzt funktionieren die Downloadlinks nicht. Wer mir helfen kann, soll mir mailen. Danke!
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